2 - 3 Tote täglich

Rauchverbot für Krebshilfe undurchsetzbar

Rauchen ist nach Erkenntnissen der oberösterreichischen Krebshilfe die „Haupteinzelursache“ von Krebs, das Passivrauchen fordert in Österreich täglich zwei bis drei Todesopfer - doch ein totales Rauchverbot in Lokalen hält Präsident Peter Schrenk für „nicht durchsetzbar“. Der Uni-Dozent setzt auf Information.

Die vor genau 20 Jahren gegründete Krebshilfe, hervorgegangen aus der noch einmal 20 Jahre älteren Krebsgesellschaft, hat sich von der Finanzierung medizinischer Geräte völlig auf die Beratung und Vorsorge verlegt. 14 Beratungsstellen gibt es in Oberösterreich, 2007 kommt eine 15. dazu.

Mit Beratung wollen die Krebsärzte auch dem Rauchen begegnen. „95 Prozent aller rauchenden Jugendlichen haben rauchende Eltern“, zitiert Schrenk eine Umfrage in Oberösterreich: „In der Familie und überall, wo es keine gesetzliche Regelung gibt, kann man nur etwas tun, indem man die Probleme bewusst macht.“

Dafür hat die Krebshilfe schockierende Zahlen: EU-weit sterben jährlich 80.000 Menschen an Folgen des Passivrauchens, 90 Prozent aller Lungenkrebs-Fälle gehen aufs Rauchen zurück. „Bei anderen Krebsarten gibt es Fortschritte, Lungenkrebs ist immer noch unheilbar“, so Schrenk.

 

 

Foto: Chris Koller

Montag, 14. Juni 2021
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