Wegen Eier-Skandal

Anschober fordert Agrar-Wende

Nach der Klimawende fordert Umweltlandesrat Rudi Anschober die Agrarwende: Als Reaktion auf den Fipronil-Skandal stellt der Grün-Politiker nun einen 5-Punkte-Plan vor. Anschober will eine flächendeckende Kennzeichnung aller verarbeiteten Ei-Produkte sowie von Eiern in Gastronomie und Großküchen.

"Der Fipronil-Skandal ist kein Zufall, weil die Lebensbedingungen für Tiere in der großindustriellen Massentierhaltung nicht tiergerecht, geschweige denn ethisch vertretbar sind, und Krankheiten fördern, die dann häufig mit der Antibiotika- oder Pestizid-Keule behandelt werden", sagt Rudi Anschober.

Erster Verdacht bereits im November
Bereits im November 2016 gab es in den Niederlanden erste Verdachtsmomente, dass Fipronil illegal in Hühnerställen eingesetzt wurde. Erst im Juni wurde das Schnellwarnsystem der EU namens RASFF informiert, am 11. August schlug dann - wie berichtet - auch die EU-Kommission Alarm.

Warmsystem soll verbessert werden
Anschober fordert Verbesserungen bei dem Schnellwarnsystem, eine europaweite Agrarwende, flächendeckende Kennzeichung aller verarbeiteten Ei-Produkte sowie Eiern bei Wirten und in Großküchen, ein konsequentes Kontrollnetz in der ganzen EU sowie mehr Konsumenten-Infos über die ausgezeichnete heimische Ei-Kennzeichnung.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 29. Oktober 2020
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