Mehr Transparenz:

SPÖ setzt für Bienenschutz bei Spritzmitteln an

Zu wenige bzw. zu eintönige Blütenlandschaften, Wetter-Unbilden, die Varroa-Milbe und dann noch die in großen Teilen der Landwirtschaft und vielen Privatgärten allgegenwärtigen Spritzmittel machen Bienen und anderen nützlichen Insekten zu schaffen. Die SPÖ will daher mehr Einblick in den Spritzmittel-Einsatz.

Oberösterreichs Landwirte müssen "Spritzmittel-Tagebücher" führen, also dokumentieren, welche Pflanzenschutzmittel und Biozide (gegen allerlei Schädlinge) sie wo, wann, wieviel verwenden. Die Aufzeichnungen müssen gemäß OÖ Bodenschutzgesetz vier Jahre aufbewahrt werden, in Fällen des Umweltprogrammes ÖPUL gar 10 Jahre.

Vorhandene Daten zusammenführen
Hier setzt der SPÖ-Landtagsklub an: "Es sollte daher ein Leichtes sein, die bereits verfügbaren Daten in einen Landesbericht zusammenzuführen. Das würde die nötige Ernsthaftigkeit in die Angelegenheit bringen und ließe Rückschlüsse auf wahrgenommene Wirkungen zu", meint SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Gisela Peutlberger-Naderer: "Auch wissenschaftliche Erkenntnisse könnten dadurch gefördert werden - was angesichts ständig neuer Giftmittel und unbekannter Wechselwirkungen sehr hilfreich sein kann. Nicht nur, aber vor allem auch für die Bienen und andere Bestäuber."

Keine Kriminalisierung der Landwirte
Die SPÖ-Sprecherin sieht im Vervollständigen des Bildes keine Kriminalisierung, schon gar nicht der Landwirte: "Ein bisschen Offenheit würde allen guttun. Davon würden Bienen und Landwirtschaft gleichermaßen profitieren - in der gemeinsamen Umwelt!"

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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