Teures Gesetz

19 Millionen Euro für Licht am Tag

Das gesetzlich verpflichtete „Licht am Tag“ kommt die Autofahrer im Land ob der Enns teuer zu stehen. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) müssen die Lenker 19 Millionen Euro für höheren Spritverbrauch oder Lampenverschleiß berappen. Zudem steigen die Zahl der Unfälle mit Fußgehern und die Umweltbelastung.

Seit nunmehr einem Jahr gilt in Österreich das schon von Beginn an umstrittene „Licht am Tag“, das vor allem vom Kuratorium für Verkehrssicherheit schon seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder gefordert worden war. Doch die Bilanz nach einem Jahr Gültigkeit ist mehr als ernüchternd: „Die Pflicht zu Licht am Tag belastet die Autofahrer und die Umwelt und bringt für die Verkehrssicherheit der schwächsten Verkehrsteilnehmer große Nachteile“, sagt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Und er nennt Zahlen: Laut Untersuchung habe es in diesem Jahr einen zusätzlichen Spritverbrauch von 13 Millionen Litern Treibstoff gegeben. Nicht nur das: Oberösterreichs Autofahrer mussten für den Lampenverschleiß und die Umrüstung auf Tagfahrlicht auch tief in ihre Taschen greifen. In Summe betragen die Mehrkosten für die „Melkkühe der Nation“ laut VCÖ allein in Oberösterreich 19 Millionen Euro. Auch die Umwelt leidet: Durch Tagfahrlicht allein gelangten ob der Enns 32.500 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid in die Luft. Noch dramatischer: „Die Zahl tödlich verunglückter Fußgeher, Radfahrer, Moped- und Motorradfahrer ist gestiegen“, so Gratzer: Der VCÖ fordert die Abschaffung von Licht am Tag.

 

 

Foto: Christof Birbaumer

Montag, 14. Juni 2021
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