Mi, 19. September 2018

EGS Haringsee

28.05.2017 08:10

"Krone Tierecke" taufte Bartgeier-Baby "Heli"

Dank der engagierten Profis der Eulen- und Greifvogelstation Haringsee fliegt Bartgeier "Heli" bald in die Freiheit.

Seine große Reise beginnt am Montag: "Heli" ist Teil eines Projektes zur Wiederansiedelung von Bartgeiern in europäischen Hochgebirgen und wird schon bald in Andalusien ausgewildert. "Tiere, die bei uns unter den besten Bedingungen aufgezogen wurden, ziehen in ganz Europa majestätisch ihre Runden", freut sich "Krone"-Tierschutzexpertin Maggie Entenfellner, die als Taufpatin für den gefiederten Jüngling fungierte. Projekte wie dieses sind vor allem deswegen wichtig, weil Bartgeier im Freiland durch die intensive Bejagung bereits ausgerottet waren.

Entenfellner: "Helmut ist 'der Unversehrte'"
Die Entscheidung für den Namen "Heli" war schnell getroffen, so Entenfellner: "Helmut  bedeutet so viel wie heil oder unversehrt. Und genau das wünscht man doch einem Lebewesen, oder?" Das freute auch den "Vier Pfoten"-Stiftungspräsidenten Heli Dungler, dessen Tierschutzorganisation die Eulen- und Greifvogelstation Haringsee gemeinsam mit Dr. Hans Frey und seinem Team betreibt.

Mehr als 700 Tiere in 70 Volieren
Veterinär Frey errichtete bereits 1975 die ersten Gehege zur Unterbringung verunfallter  Greifvögel und Eulen - in Eigenregie. Bis heute ist die Station auf stolze 12.000 Quadratmeter angewachsen und beherbergt mehr als 700 Tiere in 70 Volieren und Gehegen. "Wir kümmern uns um viele beschlagnahmte, invalide oder fehlgeprägte Vögel", so Frey. Denn gut gemeint ist nicht immer gut gemacht: Oft finden Spaziergänger Vogelbabys und bringen sie zur EGS, obwohl die Tiere gar keine Hilfe bräuchten.

Flugschauen als Tierschutz-Problem
Viele der Vögel kommen auch aus Flugschauen, die laut Frey niemals tiergerecht sein können und daher nicht besucht werden sollten. "Einige der nicht mehr auszuwildernden Tiere führen als Ammenpaare für junge Vogel-Findlinge ein erfülltes Leben." So auch die Zieheltern von Bartgeier "Heli". Für den es schon in wenigen Tagen heißt: Guten Flug!

Denise Zöhrer
Denise Zöhrer

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