26.04.2017 07:43 |

Wirbel um Vorschlag

Ministerium will Häftlingen das Rauchen verbieten

Nichtraucherschutz schon bald auch in Österreichs Gefängnissen? Mit diesem Vorstoß ließ das Justizministerium nun aufhorchen. Das Gesundheitsrisiko, das in verqualmten Zellen bestehe, sei laut Experten enorm. Albin Simma, Vorsitzender der Justizwachegewerkschaft, hält ein Rauchverbot in Gefängnissen jedoch für "absurd" - und obendrein für gefährlich: "Natürlich wird es zu Aufständen kommen."

Österreich rüstet in Sachen Nichtraucherschutz ordentlich nach: Mitte 2018 kommt in der Gastronomie das totale Rauchverbot. Gleichzeitig wird das Ziehen am Glimmstängel für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Neuseeland und Australien als Nichtraucher-Vorbild
In Österreichs Gefängnissen gehört das Rauchen bislang zur Tagesordnung. So gibt es zwar Nichtraucherzellen, diese sind aber in der Minderheit. Gesundheitsexperten warnen nun vor dem damit einhergehenden erhöhten Lungenkrebsrisiko für Häftlinge. Gabriele Fischer, Leiterin der Drogenambulanz der MedUni Wien und Kommissionsleiterin für die Steiermark und Kärnten bei der Volksanwaltschaft, forderte im Ö1-"Morgenjournal" daher ein Rauchverbot. Vorbild für das Modell sei neben Neuseeland auch Australien, hier wurde das Rauchen in Justizanstalten bereits vor zwei Jahren verboten.

Die Regierung denkt nun darüber nach, ein ähnliches Modell auch bei uns einzuführen. Ein Pilotprojekt soll schon 2017 gestartet werden, vorerst aber wahrscheinlich an nur einem Standort.

Gewerkschafter: "Dieser Vorschlag ist absurd"
Justiz-Gewerkschafter Simma lehnte am Mittwoch im Ö1-"Morgenjournal" den Vorstoß der Regierung jedoch vehement ab: "Natürlich wird es dann einen Aufstand geben. Dieser Vorschlag ist absurd - und ich würde sogar sagen blöd." Ganz aus der Luft gegriffen ist die Befürchtung des Gewerkschafters nicht: In Australien kam es nach der Einführung des Verbots zu Randalen ...

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