25.04.2017 15:51 |

Tag gegen Lärm

Anrainerkampf gegen Lärm durch Züge und Autos

Die akustische Umweltverschmutzung nimmt zu. Donnernde Züge und Lkw vor der Haustür, laute Maschinen am Arbeitsplatz - fast jeder Zweite fühlt sich durch Lärm belästigt. Während Experten am heutigen "Tag gegen Lärm" vor den Gesundheitsgefahren warnen, sollen in Kärnten Anrainer entlastet werden. Eine Karte im Internet zeigt, entlang welcher Trassen die Belastung am höchsten ist.

50 bis 70 Dezibel beträgt die Lärmbelastung an der Bundesstraße am Wörthersee-Nordufer. Dazu kommen der Bahnlärm und der Lkw-Donner von der Südautobahn - das zeigt eine Lärmkarte des Lebensministeriums. "Jeder kümmert sich um seinen Lärm - also den von der Straße, der Bahn oder dem Flugzeug. Die Anrainer bekommen aber den Lärm von allen Seiten ab", sagt Christoph Lechner vom Österreichischen Arbeitsring für Lärmbekämpfung. Ein kumulierender Effekt, der jetzt untersucht wird und dann bekämpft werden soll.

Um in Kärnten die Belastung zu lindern, werden im Verkehrsministerium Lärmschutzmaßnahmen für die Bahn am Wörthersee überprüft. Allein in Klagenfurt seien 20.000 Menschen direkt betroffen, so Vizebürgermeister Christian Scheider. Geht es nach Plänen von Umweltlandesrat Rolf Holub sollen auch auf der Autobahn zwischen Klagenfurt und Velden Immissionen reduziert werden. Diese Woche haben neue Messungen begonnen. Ein Tempolimit von 100 km/h soll die Anrainer entlang der Trasse besser schützen.

Am lästigsten wird übrigens Fluglärm empfunden, gefolgt von Gewerbelärm (von der Tischlerei bis zum Würstelstand), Straßenlärm und Schienenverkehrslärm. Die AUVA warnt, dass Lärm nicht nur eine Gefahr für das Gehör, sondern auch für die Psyche und das Herz-Kreislaufsystem sei.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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