12.02.2017 08:40 |

Video aus Backstube

Faschingszeit ist Krapfenzeit!

Juhe, es ist so weit: Der Fasching zieht durchs Land! Kinder verkleiden sich und bringen Farbe ins graue Alltagsleben. Da darf Süßes auch nicht fehlen!

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Seit mehr als 150 Jahren gibt es die Konditorei Rainer in Villach. In der Fußgängerzone, direkt neben der Stadtpfarrkirche, wird sie heute in der fünften Generation der Familie geführt: 1999 übernahm Katharina Rainer-Valtiner die Ruder.

Abgesehen vom Villacher Kirchtag ("Das ist die stressigste Woche im Jahr!") geht es auch im Winter oft hektisch zu - vor allem dann, wenn der Fasching anklopft. Am Faschingssamstag, zum großen Narrenumzug in Villach, stehen die fünf Konditorinnen von früh bis spät in der Backstube. An so einem Tag können es schon einmal 3000 Krapfen werden. Die "Kärntner Krone" durfte bei den beiden jungen Konditorinnen Yvonne Starfacher (24) und Jennifer Putsche (26) aushelfen.

Ganz schön früh fängt so ein Bäckerdienst an! Wir werden freundlich empfangen und es geht auch gleich voll zur Sache: Der Teig wird in einer großen Schüssel angerührt, schließlich sollen heute 60 Stück der süßen Köstlichkeiten entstehen. Im nächsten Schritt werden aus der Masse kleine Kügelchen die späteren Krapfen geformt. "Schleifen" nennt man das - zuerst in einer Maschine, dann per Hand, und das Ganze zweimal (siehe Fotos unten). Das ist wichtig, damit die Krapfen beim Backen im Ofen eine glatte Oberfläche bekommen. Jetzt heißt es, eine Stunde warten.

In der Zwischenzeit erzählt Jennifer von ihren ersten Krapfen. "Das ist ewig her!", lacht sie. "Da war ich noch Lehrling. Am liebsten mag ich die mit Marillenmarmelade." Yvonne sieht das anders: "Vanillekrapfen find' ich gut!"

Dann wird auch schon die Fritteuse vorbereitet. Vom Ofen kommen die inzwischen recht großen Teigkugeln ins heiße Fett: Hier werden sie goldbraun herausgebacken und bekommen ihren typischen weißen "Schwimmreifen" (Foto oben). Jetzt sehen sie zum ersten Mal aus wie richtige Krapfen. Dabei fehlt das Wichtigste noch: die Marmelade und der Staubzucker! So wie alle anderen Arbeitsschritte geht auch das sehr flott. Jeder Krapfen bekommt zwei Pumpstöße Marillenmarmelade ab. Gleich darauf werden sie großzügig mit Staubzucker bestreut (siehe Fotos unten). Fertig! Und sie schmecken einfach köstlich - vor allem noch warm!

Clara Milena Steiner, Kärntner Krone

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