Kurz nach Weihnachten hatte ein 84-jähriger Jäger auf einem Fortsweg in Pettenbach einen Hund erschossen. Die Staatsanwaltschaft Steyr prüft nun, ob es ein Verfahren gegen den Mann gibt. Der Waidmann gab mittlerweile freiwillige Waffen und Jagdschein bei der Bezirksbehörde ab.
Der vierjährige Border Collie „Cooper“ wurde am 27. Dezember 2025 auf einem Forstweg in Pettenbach im Traunviertel erschossen – von einem Jäger, der später angab, dass er dachte, es sei ein Fuchs. Angeblich bemerkte der 84-jährige Waidmann vom Hochstand aus „ein Tier mit buschiger Lunte“, das der Fährte eines Rehs folgte – und drückte ab.
Hundebesitzer verzweifelt
Zurück blieb der verzweifelte Hundebesitzer Fabian P. (30), für den „Cooper“ sein Ein und Alles war, der ihm in schwierigen Zeiten beistand.
Für den betagten Jäger könnte der Fall nun vor Gericht enden. „Der Abschlussbericht der Polizei und alle Unterlagen sind diese Woche bei uns eingetroffen“, bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Steyr, Melanie Kurz, der „Krone“.
Zuständiger Staatsanwalt ist derzeit noch krank
Doch mit der Erledigung wird es noch etwas dauern, weil der zuständige Staatsanwalt derzeit noch im Krankenstand ist und sich erst in der kommenden Woche intensiv mit dem Fall befassen wird können. Dann wird entschieden, ob gegen den 84-Jährigen ehemaligen hochrangigen Militär auch wirklich Anklage erhoben wird.
BH ermittelt noch
Der Waidmann selbst hat mittlerweile seine Jagdkarte bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Gmunden freiwillig abgegeben. „Das kann ich bestätigen“, sagt Bezirkshauptmann Alois Lanz auf Nachfrage der „Krone“. Mehr dürfe er aus datenschutzrechtlichen Gründen derzeit nicht sagen, „weil es sich um ein laufendes Verfahren handelt“, so Lanz. Die Bezirkshauptmannschaft prüft nämlich derzeit noch, ob gegen den 84-jährigen Jäger ein Waffenverbot ausgesprochen werden soll und ob der Senior seine Jagdkarte dauerhaft abgeben muss.
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