„Ich will hier rein!“ Dieser Satz wird dem jungen Gerhard Schröder zugeschrieben, der in den Achtziger Jahren nach einem Kneipenbesuch am Zaun des Kanzleramtes rüttelte, das damals noch in Bonn stand. 1998 ging sein Traum in Erfüllung. Der Sozialdemokrat war sieben Jahre lang deutscher Bundeskanzler.
Vor dem Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten am Wiener Ballhausplatz spazierte Freitagnachmittag der ehemalige langjährige SPÖ-Landeshauptmann des Burgenlands und aktuelle Sport-Austria-Präsident Hans Niessl (das Interview mit ihm erscheint am Sonntag). Er will auch dort rein. Diese Woche hat er via „Krone“ laut mit dem Gedanken gespielt, bei der Bundespräsidentenwahl in zweieinhalb Jahren antreten zu wollen, auch gegen die „links-linke SPÖ“.
Weil Alexander Van der Bellen nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten darf, wird es 2028 richtig spannend. FPÖ-Chef Herbert Kickl hat einen „Joker“ angekündigt, was nicht nach Norbert Hofer, sondern eher nach einer Frau klingt. Bei der SPÖ werden immer wieder Doris Bures und Peter Kaiser genannt. Bei der ÖVP kursieren die Namen Wilfried Haslauer, Othmar Karas und Alexander Schallenberg.
Wer von ihnen würde wohl am ehesten „am Zaun rütteln“, um bei der Schröder-Anekdote zu bleiben?
Noch geben sich alle zurückhaltend bis ablehnend. Außer eben Hans Niessl, der sich lässig vor die Hofburg stellt und gespannt auf Mitbewerberinnen und -bewerber wartet.
Noch rüttelt niemand.
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