160 Debütantenpaare eröffnen am kommenden Donnerstag den Wiener Opernball. Auch Privatierstochter Francesca Antonia Wink aus Draßburg im Burgenland ist vorne mit dabei. Beim Besuch in ihrer herrschaftlichen Residenz verriet sie der „Krone“, warum ihr niemand ein weißes Kleid verkaufen wollte.
„Linker Fuß zuerst… oder doch der rechte?“ – Während vielen Opernball-Debütanten schon jetzt die Nerven flattern, blickt Francesca Antonia Wink ihrem großen Auftritt am kommenden Donnerstag völlig gelassen entgegen. „Mein Tanzpartner und ich beherrschen die Choreografie im Schlaf. Deshalb gibt es für mich keinen Grund, aufgeregt zu sein“, sagt die 23-Jährige, als sie uns in Bluejeans und rosa Blazer auf ihrem Familiensitz, Schloss Draßburg, zum Tee empfängt.
Ein Schloss und Geschichte, die atmet
Die feudale Residenz zählt zu den prägendsten kulturellen Denkmälern der Region, der zehn Hektar große Schlossgarten zu den bedeutendsten historischen Parkanlagen Österreichs. Einst Edelgut des ungarischen Magnaten Thomas Nádasdy wechselte das Schloss über die Jahrhunderte mehrfach die Besitzer, bevor es Mitte des 18. Jahrhunderts im Barockstil umgestaltet und 1870 vom Siegendorfer Zuckerfabrikanten Konrad Patzenhofer erworben wurde. Er galt als Pionier der industriellen Zuckerproduktion zurzeit der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Von 1960 bis 1987 wurde das Anwesen von Maria Patzenhofer als Hotel geführt. 2008 erwarb es schließlich Francescas Vater, der deutsche Unternehmer Anton Wink. Er zählte zu den größten Fruchtsaftkonzentratproduzenten Europas, bevor er sein Firmenimperium 2005 an den „Agrana“-Konzern verkaufte. Der nunmehrige Privatier ließ es generalsanieren und aufwendig renovieren. Francescas Mutter Mihaela, eine aus Rumänien stammende Sportwissenschaftlerin, verantwortete die luxeriöse Innenausstattung.
Sie managt die Schlossverwaltung
„Vor eineinhalb Jahren habe ich das Management der Schloss Draßburg Verwaltungs GmbH übernommen“, sagt Francesca, die in München Internationale Betriebswirtschaftslehre studiert und schon ein Auslandssemester in Nizza absolvierte. Für ihr Studium gab sie sogar ihre Passion, das Springreiten, auf.
Aber was veranlasst sie nun, im ehrwürdigen Haus am Wiener Ring einzutanzen? „Der 50. Geburtstag meiner Mutter. Sie hat fünf Wünsche geäußert. Einer davon ist der Besuch des Opernballs. Also haben mein guter Freund Laurenz Alexander Lukasser und ich uns heimlich beworben“, erzählt die fesche Schlossherrin.
Den Friseurtermin für die Hochsteckfrisur hat sie längst gebucht, die Tiara in Form des ikonischen Swarovski-Schwanen-Emblems ist ebenfalls gerichtet. Auch die Ballschuhe stehen schon parat.
Mit einer Flunkerei zum passenden Kleid
Und was ist mit dem Debütantinnenkleid? „Ich habe längere Zeit nach einem schlichten weißen Kleid gesucht und sah mich dafür auch in sieben Brautmodeläden um. Doch als ich den Verkäufern erzählte, dass ich am Opernball debütiere, wollten sie mir kein Hochzeitskleid verkaufen. Also fuhr ich mit meiner Mama zu Top Moden Balaskovics nach Oberwart. Dort erzählten wir in unserer Verzweiflung, dass ich am 29. August heirate. Prompt war das passende Kleid gefunden!“, kichert Francesca, die zurzeit Single ist.
Den Opernballabend will sie übrigens mit ihrer Familie verbringen. Auch ihre älteren Brüder Florian und Vincent – einer ist Land- und Forstwirt, der andere Mechatroniker – sind dabei. Vater Anton hat extra eine Loge angemietet. Debütantin Francesca ist begeistert: „Ich freue mich schon auf die Mitternachtsquadrille, einen Besuch beim Würstelstand und das Abpflücken der Blumenarrangements am Ende dieser rauschenden Ballnacht!“
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