Mo, 22. Oktober 2018

Tödlicher Zugunfall

28.10.2016 11:51

Zwei Kinder trauern um Papa

Zwei Schulkinder trauern in St. Konrad um ihren Papa. Der 37-jährige Johannes R. starb - wie berichtet - bei einem Zugunfall auf einem Bahnübergang in Scharnstein. Der Bautechniker und Familienvater dürfte den Triebwagen bei Dunkelheit und Nebel übersehen haben. Damit geht eine tragische Unfallserie weiter.

Direkt an der Fahrerseite wurde um 19.20 Uhr der VW Caddy vom Triebwagen der Almtalbahn gerammt und etwa 40 Meter weit mitgeschleift. Der Wagen war vom Aufprall-Dämpfer des Zugs regelrecht aufgespießt worden. Für Johannes R. kam jede Hilfe zu spät, er wurde im  Wrack eingeklemmt und getötet. Daheim erfuhren die Ehefrau und die beiden Kinder - eines geht zur Volks-, das andere in die Neue Mittelschule - und seine Eltern, die gemeinsam in einem Haus leben, von der Tragödie. Im Triebwagen blieben der Lokführer und die vier Fahrgäste beim Anprall unversehrt.

Tragische Serie geht weiter
Damit geht die tragische Serie von tödlichen Unfällen an unbeschrankten Bahnübergängen in Oberösterreich weiter - es war der bereits dritte in  nur 16 Tagen: In Eferding hatte es den ersten Unfall gegeben, war die 48-jährige Andrea P.  ganz in der Nähe ihrer Wohnung über die Gleise zum Bahnsteig gegangen, um noch einen Zug zu erwischen. Dabei übersah die Mutter aber den Triebwagen, der sie erfasste und  tödlich verletzte. Und in Walding wollte Lukas B. (15) aus St. Martin im Mühlkreis noch rasch mit dem Mofa  über einen Bahnübergang fahren - und übersah dabei einen Zug. Dieser erfasste den Lehrling,  der tödliche Verletzungen erlitt. Besonders tragisch war dabei, dass der Vater im Rückspiegel seines Wagens den Unfall mitansehen musste.

Auch im Sommer viele Unfälle
Bereits im Sommer hatte es eine "schwarze Serie" von Bahnunfällen gegeben. Hier hatte es bei unbeschrankten Übergängen in Sattledt, Wallern,  Bruck-Waasen und Timelkam drei Autos und einen Lkw "erwischt", dabei waren in Summe acht Insassen verletzt worden.
Landesweit gibt’s 806 Bahnübergänge, 522 davon sind mit Schranken und/ oder Lichtanlage gesichert.

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