27.07.2016 09:39 |

Fans gehen zu weit:

Pokémon-Monster bei Militär

Sie rennen blindlings über Straßen, laufen Passanten über den Haufen, den Blick nur aufs Smartphone gerichtet - ein klarer Fall von Pokémon-Fans! Auf der Jagd nach virtuellen Monstern in der realen Welt kommen die Spieler nun dem Heer in die Quere. Denn auch in Kasernen verstecken sich Feuerechse & Co.

Mittlerweile gibt es weit mehr als 700 Pokémon, das wohl bekannteste Comic-Monster sieht richtig niedlich aus. Klein, gelb, kurze Händchen, rote Backen - Pikachu heißt es. Um es zu fangen, müssen sich die Spieler durchaus viel bewegen und den Figuren nachjagen. Und das vor einer Kulisse auf dem Display, die mitunter die reale Umgebung widerspiegelt. Der Haken: Die begehrten Monster verstecken sich gerne an ungewöhnlichen Orten. So wie in der Benedek-Kaserne in Bruckneudorf. Zwar wurde bislang kein Pokémon-Jäger im militärischen Sperrgebiet erwischt. Doch die Anfragen leidenschaftlicher Spieler, die Pikachu & Co. auf dem Areal des Truppenübungsplatzes aufspüren wollen, werden immer mehr. "Viele Jugendliche melden sich bei uns, um Heeresgelände durchkämmen zu dürfen, weil sie dort die gesuchten Monster vermuten", bestätigt Oberst Wolfgang Gröbming, Sprecher des Militärkommandos, den ausufernden Pokémon-Hype.

Mit Nachdruck warnt er vor unbedachtem Verhalten: "Aus Sicherheitsgründen ist das unbefugte Betreten militärischen Bodens verboten. Hier finden Übungen auch mit scharfer Munition statt." Jeder habe sich daher an das Sperrgebietsgesetz zu halten. Der Truppenübungsplatz darf demnach nur zu den erlaubten Zeiten - schießfreie Stunden am Wochenende - und auf den vorgegebenen Wegen aufgesucht werden, um sich nicht in Lebensgefahr zu begeben.

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