Mo, 20. Mai 2019
15.01.2016 11:37

Abgaben hinterzogen:

Bedingte Haft für Steuerfahnder

Er war einer der höchsten Finanzbeamten Kärntens, Gerichtsgutachter, Mitglied diverser honoriger Stiftungen - und jetzt das: Der 61-jährige Akademiker wurde vor dem Obersten Gerichtshof in Wien rechtskräftig wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Und die Strafe ist saftig: zwei Jahre bedingt sowie 250.000 Euro Buße!

Fast 680.000 Euro hatte der einstige Steuerfahnder an der Finanz vorbeizuschwindeln versucht. Das Geld stammte aus seiner Tätigkeit für die Stiftung eines millionenschweren Kärntner Großindustriellen, der im Verfahren auch als Zeuge aussagen musste und ob der ungewollten Aufmerksamkeit wenig erfreut war.

Die Erstrichterin am Landesgericht Klagenfurt hatte es noch bei einer Geldstrafe für den karenzierten Top-Beamten bewenden lassen - die Höchstrichter am Obersten Gerichtshof haben das Urteil im letzten Rechtsgang jetzt aber noch beträchtlich verschärft. "Der Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft wurde stattgegeben, der Angeklagte neuerlich nach dem Finanzstrafgesetz verurteilt. Das Urteil beträgt nun zwei Jahre bedingte Haft und 250.000 Euro", erklärt OGH-Sprecherin Helene Bachner-Foregger auf "Krone"-Anfrage. "Der Fall ist somit rechtskräftig abgeschlossen."

Welche Konsequenzen für den lang gedienten Steuerfahnder noch folgen, ist offen. Er hat sich zwar selbst karenzieren lassen, um in der Privatwirtschaft zu arbeiten; das Finanzministerium bleibt in solchen Fällen aber weiter als Dienstgeber in der Verantwortung. Auch alle seine Pensionsansprüche stehen für den Kärntner auf dem Spiel.

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