Mi, 22. Mai 2019
13.01.2016 09:21

"Nicht ganz fertig"

Fahrer verhinderten Unfälle mit Googles Robo-Autos

Google hat eingeräumt, dass in seinen selbstfahrenden Autos die Menschen am Steuer gelegentlich eingreifen müssen, um Unfälle zu verhindern. Seit Herbst 2014 sei dies 13 Mal nötig gewesen, erklärte Projektleiter Chris Urmson in einem Blogeintrag - und gestand, die selbstfahrenden Autos seien "noch nicht ganz fertig".

In drei Fällen sei das Verhalten anderer Fahrer der Auslöser gewesen, in zwei sei es um Leitkegel gegangen, schränkte er ein. Außerdem gingen acht der Zwischenfälle auf drei Monate im Jahr 2014 zurück und fünf auf elf Monate im vergangenen Jahr. Das sei ein positiver Trend.

In 272 Fällen habe die Software selbst Probleme festgestellt und die Kontrolle an den Menschen am Steuer abgegeben. In weiteren 69 Situationen übernahmen die Google-Mitarbeiter dagegen von sich aus die Steuerung, hieß in einem Bericht von Google an die kalifornische Straßenverkehrsbehörde. Nach Google-Berechnungen hätte es sonst in 13 Fällen wahrscheinlich Zusammenstöße gegeben. Urmson gegenüber der britischen "Daily Mail": "Wir haben viele Verbesserungen gesehen, aber sie sind noch nicht ganz fertig."

Behörde verlangt ausführliche Berichte
Google muss der Behörde ausführliche Berichte über seine Tests von selbstfahrenden Autos vorlegen. Die Vision des Konzerns ist, bei den Fahrzeugen ganz auf Steuerelemente wie Lenkrad oder Pedale zu verzichten und die Kontrolle ganz dem Computer zu überlassen.

Unterdessen trägt der Konzern seine jährliche Entwicklerkonferenz Google I/O diesmal an einem neuen Ort aus, der nach Einschätzung von Beobachtern auch Platz für die Demonstration selbstfahrender Autos bieten würde. Als Austragungsort vom 18. bis 20. Mai wurde das Shoreline Amphitheatre bekannt gegeben, ein Freiluftgelände in der Google-Heimatstadt Mountain View.

Google will Autobranche an Bord holen
Google will Partner aus der Autobranche für die Entwicklung selbstfahrender Autos gewinnen. "Wir hoffen, dass wir mit vielen von Euch zusammenarbeiten können", sagte John Krafcik, neu ernannter Chef der Google-Sparte für autonomes Fahren, auf der Automesse Detroit bei einem Auftritt vor Automanagern.

"Das schafft keiner alleine", fügte er hinzu. Google setze bei diesem Projekt mehr und mehr auf Partnerschaften und hoffe auf Kooperationen in diesem Jahr. Neben Google forschen auch große Autobauer und Zulieferer an Autos, die mit Computerunterstützung selbsttätig fahren können.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Appell an Österreicher
Van der Bellen: „Wir kriegen das schon hin“
Österreich
Hat „ganzes Vertrauen“
EU-Wahl: Philippa Strache wirbt für Vilimsky
Österreich
Conti weiter Gesamt-1.
Franzose Demare gewinnt die 10. Giro-Etappe
Sport-Mix
Talk mit Katia Wagner
In welche Zukunft steuert unser Österreich?
Österreich
Ungewöhnliche „Beute“
Babyhaie fressen ins Meer gefallene Zugvögel
Wissen
Augen schwer verletzt
Beinahe blind nach Pfusch in Schönheitssalon
Oberösterreich

Newsletter