Mi, 23. Jänner 2019

Polizei warnt:

17.12.2015 17:26

Erpressungen per „Sexcam“

Nahezu wöchentlich werden in Kärnten Internetnutzer zu Opfern von Cyber-Kriminalität: Vor allem Männer werden in "Sexchats" überredet, intimes Bildmaterial zu versenden. Damit werden sie dann schamlos erpresst. Zuletzt fiel ein Hermagorer auf die Betrüger herein: Nach einem heißen Videochat wurde er dazu aufgefordert, 5000 Euro zu überweisen: "Sonst bleibt das Video online!"

"Cybercrime ist und bleibt ein sehr dynamisches Kriminalitätsphänomen, das uns ständig vor neue Herausforderungen stellt", betont Erwin Rogi, IT-Bereichsleiter im Landeskriminalamt Kärnten.

Erst am Mittwoch erstatte ein Mann (34) aus Hermagor Anzeige: "Der Mann war auf Facebook von einer Userin namens ,Mariana Santos’ angeschrieben. Im anschließenden Videochat ging es dann ziemlich heiß her", so der IT-Ermittler.

Kurze Zeit später erhielt der Kärntner eine Nachricht mit einem Youtube-Link zu seinem intimen Video, das er kurz zuvor für die vermeintliche Schönheit aufgenommen hatte, sowie mit der Aufforderung, sofort 5000 Euro zu überweisen.

"Die Masche funktioniert immer gleich", erklärt Rogi: "Zuerst werden Opfer über soziale Netzwerke angeschrieben und zu einem privaten Videochat per Webcam überredet, bei dem sie schließlich dazu animiert werden, sich vor der Kamera auszuziehen."

Die gefälschten Profile werden jedoch von einem professionellen Cybercrime-Netzwerk angelegt, an das die Ermittler nur schwer herankommen. Daher sei das Sichern von Beweismitteln unheimlich wichtig. Rogi: "Man sollte unbedingt Screenshots der Betrüger-Accounts machen sowie Chat-Protokolle speichern."

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