Teurer Grenzgang

Sicherheit für das Urlaubsgeld

Bei den 220 oberösterreichischen Reisebürobetrieben, die insgesamt 330 Haupt- und Zweigstellen im ganzen Land führen, hat die Sommerurlaub-Buchungswelle voll eingesetzt. Auf der Suche nach einem „Schnäppchen“ schielen manche Kunden dabei auch ins benachbarte Bayern. Doch eine vermeintlich günstige Buchung jenseits der Grenze kann teuer kommen, wie der aktuelle Fall einer Innviertler Hauptschulklasse zeigt.

Die Schüler aus Neukirchen an der Enknach hatten 12.000 Euro für eine Studienreise nach London bezahlt. Der deutsche Reiseveranstalter ging in Konkurs, das Geld war verloren. Nur dank einer Spendenaktion konnten die enttäuschten Kids letzten Samstag ihren London-Trip dann doch noch antreten.

Franz Mittmannsgruber, bei der Wirtschaftskammer zuständiger Fachgruppen-Geschäftsführer der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, warnt eindringlich vor Buchungen jenseits der Grenze: „In Deutschland kann jeder, der 15 Euro Gebühr bei seiner Gemeinde bezahlt, ein Reisebüro eröffnen. Deshalb fehlt es oft an fachlicher Kompetenz und manchmal auch an Seriosität.“

Bei Insolvenz Geld zurück
Bei den österreichischen Reiseveranstaltern hingegen sind Kundengelder abgesichert. Im Falle einer Insolvenz bekommen die Kunden ihre Zahlungen zurück. Man kann das leicht in den Katalogen überprüfen, in denen befugte Reiseveranstalter die Kundensicherung detailliert ausweisen.

„Da ist das hart ersparte Urlaubsgeld sicher“, wirbt Mittmannsgruber. Anmerkung: „Das Angebot unserer Reisebüros ist günstiger, als der erste Blick vermuten lässt. Der Preis für die persönliche Dienstleistung wird vom Nutzen weit übertroffen.“

Die 1600 MitarbeiterInnen in den oberösterreichischen Reisebüros verkaufen pro Jahr mehr als 400.000 Pauschalreisen. „Angesichts von 500 Beschwerdefällen ist unsere Reisebürobranche ein Qualitätsriese“, betont „Reisewelt“-Geschäftsführer Felix König.

 

Foto: Horst Einöder

Montag, 17. Mai 2021
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