Mo, 18. Juni 2018

Eisenerz & Mariazell

14.09.2015 16:29

Neues Modell für Spitäler gesucht

Zwei Standorte, eine Problematik: In Eisenerz und Mariazell ist ein 24-Stunden-Ambulanzbetrieb in den jeweiligen Landeskrankenhäusern kaum aufrechtzuerhalten, zudem sind fast keine praktische Ärzte für diese Regionen zu finden. Ein neues Versorgungsmodell muss her. Viele Sitzungen, viele Bemühungen: Doch Geduld ist gefragt.

Erst Montagfrüh gab es ein Gipfeltreffen bei Spitalslandesrat Christopher Drexler. Gemeinde, KAGes, GKK, Ärztekammer und Gesundheitsfonds, alle an einem Tisch, alle mit einem Ziel: die medizinische Versorgung im Raum Eisenerz sicherzustellen. Die Stoßrichtung: Niedergelassene Ärzte sollen in den LKH-Räumlichkeiten arbeiten, Pflegekräfte und externe Ärzte eingebunden sein. Am Montag wurde vereinbart, dass bis Ende 2015 ein Konzept vorliegen soll.

"Komplizierte Knochenarbeit"
Auch für Mariazell gibt es ständig Sitzungen, zuletzt Ende August. Der Lösungsansatz ist hier ähnlich. "Alle Beteiligten bemühen sich wirklich. Es gibt aber viele Hürden, die zu überwinden sind. Veränderungen im Gesundheitssystem sind leider äußerst schwierig. Das ist komplizierte Knochenarbeit", sagt Bürgermeister Manfred Seebacher.

Derzeit ist im Wallfahrtsort eine durchgehende Ambulanzversorgung gegeben – dank pensionierter KAGes-Ärzte, die Dienste übernehmen. Klar ist: Das kann keine Dauerlösung sein.

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