26.07.2015 17:48 |

Bevölkerung

Wien-Wahlkampf: 49% mehr Nicht-Österreicher

"Wien wächst!" Die Statistik zeigt, wie: Die Zahl der nicht-österreichischen Staatsbürger ist um 49 Prozent gestiegen. Die Politik ist alarmiert: Zuwanderer sind nicht nur als Thema und auch als Wähler interessant, sondern wollen neuerdings mit eigenen Listen antreten. Bei den vorhandenen Parteien sind sie kaum vertreten.

Der Wahlkampf um die Zuwanderer ist eröffnet, nicht nur, weil sie eigene Listen ankündigen, auch wegen der Bevölkerungszahlen. 460.163 Nicht-Österreicher leben in Wien - 49 Prozent mehr als 2007. Die Zahl der österreichischen Staatsbürger ist um ein Prozent gesunken. 712.000 Einwohner hatten 2014 Migrationshintergrund. "Das ist jeder Zweite", sagt die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. "Integration war gestern, es geht jetzt um Akzeptanz und Förderung." Bildung sei der Schlüssel. Jedes Kind ab zwei Jahren brauche eine Kindergartenplatzgarantie.

Ein Sprecher von Bürgermeister Michael Häupl betont: "Eine fehlende Staatsbürgerschaft hat nichts mit fehlender Integration zu tun!" Das größte Plus (84 Prozent) komme aus EU-Ländern, mehr als die Hälfte der Zuwanderer ist 20 bis 29 Jahre alt, 44 Prozent von ihnen bringen einen Hochschulabschluss mit. Zuwanderung sei damit - bei allen Schwierigkeiten - "ein Gewinn".

Kritik an "Versäumnissen"
"Man hat sich zu lange diesen Träumereien hingegeben", kritisiert ÖVP-Chef Manfred Juraczka. Angesichts solcher Zahlen müsse auch Rot-Grün bei Versäumnissen der vergangenen Jahre mutig anpacken. Juraczka fordert "Integration durch Leistung": "Die Zahl der außerordentlichen Schüler liegt nun bei über 12.000." Die Gruppe der Zuwanderer ist so groß geworden, dass keine Partei es sich erlauben kann, sie auszuklammern. Denn solange profitiere die FPÖ, sagen Meinungsforscher. Sie trauen ihr mit ihrer klaren Anti-Zuwanderungspolitik sogar Platz 1 in Wien zu.

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