12.03.2015 16:35 |

Renovierung nötig

Wiener WUK will seit Jahren keinen Mietvertrag

Ein prominenter Mieter der Stadt Wien unterschreibt nun schon seit zehn Jahren keinen Vertrag - und zahlt keinen Cent: Die Leitung des WUK am Alsergrund will sich mit der MA34 nicht einigen und verzögert damit auch eine dringend nötige Renovierung. Für den Steuerzahler wird der Schaden von Monat zu Monat größer.

Bei etwa zwölf Euro pro Quadratmeter liegen derzeit die Mietpreise rund um die Währinger Straße am Alsergrund. Das WUK (Werkstätten- & Kulturhaus) zahlt für 12.000 Quadratmeter in Top-Lage aber keinen Cent. Wie die "Krone" nun aus dem Wohnbau-Ressort erfuhr, sei man "not amused" darüber, dass die WUK-Leitung seit 2005 die Verhandlungen mit der MA34 über einen Mietvertrag verzögert. Allerdings: Es werde weiter "intensiv verhandelt"...

"WUK hätte Hälfte des Objekts wirtschaftlich nutzen können"
Ein Ergebnis ist aber nicht in Sicht, und die Stadt Wien kann aufgrund des vertragslosen Zustands nicht einmal die historisch wertvolle Fassade der früheren Lokomotivfabrik sanieren. "Das WUK hätte längst die Hälfte des Objekts wirtschaftlich nutzen und damit eine ortsübliche Miete zahlen können", meint ein Anrainer. Und er rechnet vor: "Bei 6.000 Quadratmetern wären das jährlich Mieteinnahmen von 864.000 Euro. Seit 2005 entgingen der Stadt somit 8,64 Millionen Euro." "Nein, das stimmt nicht. Wir werden niemals die Hälfte des WUK kommerziell nutzen", kontert Vereinsobmann Rudi Bachmann.

Übrigens: Während das WUK selbst keine Miete zahlt, kassiert das subventionierte Kulturhaus vom eingemieteten Gastwirt sehr wohl eine Pacht. Da liefen die Vertragsverhandlungen offenbar unkomplizierter.

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