Do, 16. August 2018

Start im März 2015

22.12.2014 13:52

Astronauten sollen erstmals für ein Jahr ins All

Im März nächsten Jahres sollen erstmals zwei Astronauten - der US-Amerikaner Scott Kelly und der Russe Mikhail Kornienko - zu einer zwölfmonatigen Mission ins Weltall starten. Aus Sicht der beiden Raumfahrer bereitet der mit einem Jahr längste Aufenthalt auf der Weltraumstation ISS den Weg für weitere Schritte tiefer ins All.

Ein Aufenthalt im Weltall an Bord der Raumstation ISS von einem Jahr ist aus Sicht Kornienkos eine Grundlage, mit der ein langer Flug etwa zum Mars simuliert werden könnte. Das sei zwar jetzt nicht geplant, aber mit einer künftigen Mission denkbar. "Die ISS ist auch eine Plattform für weitere Erkundungen, etwa zum Mars oder zum Mond", sagte der 54-jährige Russe in Paris. "Wir können sehr viel mehr lernen, weil wir viel weiter gehen", ergänzte der 50 Jahre alte Kelly. Gleichzeitig sei der lange Zeitraum auch die größte Herausforderung, vor der sie mit dem Flug stünden.

Dutzende wissenschaftliche Tests geplant
Die US-Weltraumbehörde NASA habe 19 wissenschaftliche Untersuchungen für die längere Phase im All ausgesucht, berichtete Kelly. Hinzu kommen 14 Projekte der russischen Partner. Einige der Forschungen gingen direkt ineinander über. Die ISS sei bereits eine Plattform für internationale Wissenschaftskooperation. Auch aktuell liefen mehr als 150 Projekte und Versuche.

Die aktuellen politische Spannung zwischen den USA und Russland belasten die Zusammenarbeit aus Sicht der Raumfahrer nicht. "Wir diskutieren das nicht einmal", sagte Kelly. Im All komme es auf Teamarbeit an. "Wir schaffen die Zusammenarbeit besser als Politiker auf der Erde", ergänzte Kornienko.

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