Wie Ex-Judoka Aaron Fara unter dem Künstlernamen „Viktor Zanov“ bei World Wrestling Entertainment mit viel Show die Gegner auf das Kreuz legt. Seine frühere Judo-Kollegin Michaela Polleres, die bei Olympia in Paris Bronze gewann, sagt: „Ich wäre jetzt nicht gerne ein Russe, aber die Rolle hat er sich nicht aussuchen können.“
Bei Olympia 2024 in Paris war Aaron Fara noch Judoka. Danach bekam der Niederösterreicher ein Angebot von World Wrestling Entertainment (WWE). Beim Casting in Orlando hörte er: „Wenn du ernst schaust, hast du ein fieses Gesicht, fast wie bei einem Verbrecherfoto.“ Auch sein muskelbepackter Körper und seine extrovertierte Art gefielen.
Danach wartete ein knallhartes Vorbereitungstraining. Nun kämpft er als Russe „Viktor Zanov“ in der Nachwuchsserie der WWE, in der die kommenden Stars geformt werden. Er wird von den Fans bereits gefeiert. Viele trauen ihm eine große Karriere im Show-Business des Wrestling-Sports zu.
„Ich wäre jetzt nicht gerne ein Russe“
Seine frühere Judo-Kollegin Michaela Polleres sagt: „Ich wäre jetzt nicht gerne ein Russe, aber die Rolle hat er sich nicht aussuchen können. Generell ist die Show genau sein Ding.“ Nationaltrainerin Yvonne Snir-Bönisch betont: „Er ist noch einmal muskulöser geworden, das gefällt mir. Ich wünsche ihm alles Gute. Wir vermissen ihn. Er stand immer für gute Stimmung.“
Für die sorgt er jetzt als „böser Junge“ im Ring. Sein Motto ist wie früher beim Judo: „Ich will, dass sich die Leute meine Kämpfe gerne anschauen. Es soll für mich oder den anderen geil sein.“ Mit dem früheren kanadischen Judoka Shady El Nahas, der Vize-Welmeister war, bildet Fara ein Wrestling-Team. Shady kämpft unter dem Pseudonym Shido Ash. Auch privat sorgt der Kanadier für Schlagzeilen. Er ist mit Wrestlerin Tiffany Stratton liiert.
Gelernter Masseur liest viel in der Bibel
Fara ist ein lustiger und sehr kommunikativer Mensch. Er singt auch für sein Leben gerne: „Ich kann Lieder in sechs Sprachen so gut, dass alle glauben, dass ich diese Sprachen beherrsche. Dabei verstehe ich nur zwei, deutsch und englisch.“ Durch seinen besten Freund singt er gerne auf tschetschenisch, auch serbische, kroatische und griechische Hits gehen gut: „Ich höre bei jeder Autofahrt und bei jedem Krafttraining Musik. Da bleibt viel hängen.“ Als Gefährt legte er sich einen roten Dodge Challenger zu.
Der Bad Erlacher hat als gelernter Masseur aber auch eine sanfte Seite an sich. Sein Glaube zeigt sich an einem auf der Brust tätowierten Kreuz: „Der Glaube gibt mir am meisten Kraft. Ich lese viel in der Bibel, besuche auch Bibelstunden.“
„Ich liebe diese Katze“
Den großen Sprung nach Orlando hat er ohne Probleme gemeistert: „Ich kann mich sehr gut anpassen, bin ein sehr einfacher Kerl, der überall gut zurechtkommt.“ Ganz wichtig ist ihm auch sein Kater Tommy, den er in Florida aus dem Tierschutzheim geholt hat: „Ich liebe diese Katze, sie ist so kuschelig.“
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