Angst vor H5N1

500 Vögel aus Oberösterreich getestet

500 verendete Wasservögel wurden schon von Oberösterreich ins Mödlinger Zentrallabor gebracht - bei keinem einzigen wurde der gefürchtete H5N1-Virus gefunden. „Es gibt viel größere Gefahrenpotenziale“, sagt Landesveterinärdirektor Dr. Karl Wampl, „denn der Mensch hat ja kaum Kontakt mit wild lebenden Wasservögeln“.

Das Nutzgeflügel müsse aber mit Stallpflicht vor Ansteckungen geschützt werden, um eine Epidemie zu verhindern. „Das hat die Bevölkerung so sensibilisiert“, weiß Wampl, „dass die Mödlinger Labors mit 6100 Proben übergehen“. Jetzt kommt noch eine neue Ladung von Vogelkadavern dazu, die bei den oö. Amtstierärzten gesammelt wurden und nun mit einem speziellen Seuchen-Lkw abtransportiert werden.^

Tote Eulen sind verhungert
„Nur Schwäne, Enten und Reiher, aber keine Sing- und Greifvögel“, erklärt Wampl. Die beängstigend vielen toten Eulen und Piepmätze, die nun überall zum Vorschein kommen, seien sicher keine Opfer der Vogelgrippe, sondern des gnadenlosen Frost- und Schneewetters: „Sie sind verhungert, weil sie seit Wochen kein Futter und keine Beutetiere fanden.“

H5N1-verdächtige Krähen- und Schwänekadaver wurden am Wochenende auch am Donauufer von Linz und Mitterkirchen sowie am Ennsstausee Staning eingesammelt. Ist ein Virentest positiv, muss sofort die oö. Landesveterinärdirektion verständigt und das britische Referenzlabor eingeschaltet werden.

 

 

Foto: Peter Tomschi

Dienstag, 11. Mai 2021
Wetter Symbol