Trotz klarer Absage

Schwedenplatz: ÖVP hält an City-Tunnel fest

Österreich
23.11.2014 18:58
Ursula Stenzels Traum vom Schwedenplatz-Tunnel scheint geplatzt: Die unterirdische Variante der VP-Bezirkschefin sei - wie berichtet - viel zu teuer und schwer umzusetzen, so das Fazit des Magistrats. VP-Chef Manfred Juraczka pocht aber weiter auf das Konzept: "Unsere Machbarkeitsstudie sagt anderes."

Die Ergebnisse von Stadt und ÖVP könnten kaum weiter auseinanderklaffen: Stenzels Experten bezifferten den Tunnelbau auf gerade einmal 15,3 Millionen Euro, das Magistrat aber spricht von mindestens einer halben Milliarde!

Die Gründe dafür liegen unter der Erde: Der Tunnel müsste einen alten Abwasserkanal durchkreuzen - das Bauwerk ist dieser Belastung aber nicht gewachsen. Und nicht nur das: Der Tunnel würde das Oberflächenniveau erhöhen. Die Konsequenz: Die Tragwerke von vier Donaukanalbrücken müssten angehoben werden. Hinzu käme ein teurer Umbau der Wiener Linien.

"Die Machbarkeit wurde bereits erwiesen"
Juraczka überzeugen die Argumente trotzdem nicht: "Die Machbarkeit wurde im Rahmen unserer Studie bereits erwiesen." Er wünscht sich ein Treffen der Experten, denn: "Eine Überplattung, so wie es die Stadt vorschlägt, wäre nur die zweitbeste Lösung." FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik ist anderer Meinung: Bei der "Krone"-Aktion für einen neuen Schwedenplatz präsentierte er bereits Entwürfe für eine Einhausung.

Im Frühjahr will Vize-Stadtchefin Maria Vassilakou einen Architekten-Wettbewerb starten. Mahdalik: "Der Donaukanal muss unbedingt mit eingebunden werden."

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