Die „communale oö“

„Zsommraffn“ mit Würfelspiel und Fackelmarsch

Oberösterreich
25.08.2026 15:00

Die dritte „communale oö“, die seit April läuft, widmet sich heuer dem Thema „400 Jahre Bauernkrieg“. Noch bis November gibt es Programm von Brauchtum über Musikevents und Ausstellungen bis hin zu Instagram-Walks. Eine erste Zwischenbilanz.

Das Festival „communale oö“, das bereits im April startete, widmet sich heuer dem Thema 400 Jahre Bauernkrieg. „Mut“ ist die Klammer für 130 Projekte in 27 Gemeinden, verteilt über ganz Oberösterreich. Die Hauptausstellung „Bauernkrieg 1626 – Zwischen Geschichte und Fiktion“ im Linzer Schlossmuseum ist noch bis 7. Jänner 2027 zu sehen, wir haben bereits darüber berichtet.

Führungen und „Schulkoffer“
Bei den Führungen durch diverse Ausstellungen gibt es eine erste Zwischenbilanz: Rund 1200 Personen haben bereits an communale-Führungen teilgenommen. Mit Crashkursen und dem „Museum in a Box“ konnten laut der Landeskulturdirektion mehr als 3100 Schülerinnen und Schüler erreicht werden. Eine Besucherzahl insgesamt wird jedoch erst nach Ende der communale im November vorliegen. Im Herbst startet man noch einmal durch.

Blick in die Bauernkriegs-Ausstellung im Linzer Schlossmuseum
Blick in die Bauernkriegs-Ausstellung im Linzer Schlossmuseum(Bild: Michael Maritsch)
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Das Herbstprogramm richtet den Blick auf die entscheidenden Monate des Bauernkrieges in Oberösterreich – und damit auch auf bedeutende Fragen unserer Zeit

Landeshauptmann Thomas Stelzer

Landeshauptmann Thomas Stelzer, Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ LKG
Landeshauptmann Thomas Stelzer, Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ LKG(Bild: Peter C. Mayr)

Geschichte wird mit der Gegenwart verbunden
„Das Herbstprogramm der ‘communale oö‘ 2026 richtet den Blick auf die entscheidenden Monate des Bauernkrieges in Oberösterreich und schlägt zugleich eine Brücke in unsere Gegenwart“, schildert Landeshauptmann Thomas Stelzer den kommenden Schwerpunkt. Denn Geschichte sei nie nur Vergangenheit: „Sie kann uns Orientierung geben und dazu anregen, über Zusammenhalt, Verantwortung und Zivilcourage nachzudenken.“

Würfelspiele und eine Theaterpremiere
Den Auftakt des Herbstprogramms macht im September die Gemeinde Pinsdorf unter dem Motto „Mut zur Versöhnung – zsommraffn & zusommhoidn“. Pinsdorf war Schauplatz einer der letzten großen Schlachten des Bauernkrieges. Gemeinsam mit der communale oö 2026 setzt die Gemeinde ab Samstag, 12. September, Zeichen der Versöhnung mit Musik, Tradition und zeitgenössischer Kunst. Außerdem gastiert beim Bauernkriegsgedenken in Pinsdorf das „Frankenburger Würfelspiel“. Am Donnerstag, 17. September, begibt sich ein musikalisch-literarisches Bühnenstück in der Stiftsscheune Wilhering auf die Spuren des Bauernkrieges.

Am Sonntag, 27. September, wird Linz im Rahmen des Tages des Denkmals zu einem zentralen Schauplatz der „communale oö“. Der Linzer Mariendom und sein Umfeld entwickeln sich dabei zu einem eigenen Festival innerhalb des Programms mit Ausstellungen, Heimatforschung, lebendigen Denkmälern, Bustouren und künstlerischen Interventionen, auch Austrofred und Cornelius Obonya wirken mit.

Den Abschluss der communale bildet am 21. und 22. November das „Finale communale“ in Wolfsegg, dem historischen Endpunkt des Bauernkrieges. Zwei eigenständige, miteinander verbundene Tage stehen unter dem Leitgedanken „Mut zur Zukunft“.

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