Jetzt ist das Tauziehen endlich beendet und die Tinte trocken! Jürgen Klopp ist neuer deutscher Bundestrainer, das hat der DFB am Freitag verkündet und den Erfolgstrainer auch gleich präsentiert. Der Erfolgscoach will Deutschland nach der WM-Blamage wieder auf die Siegerstraße zurückführen. Das lässt er sich auch anständig entlohnen. Zudem klären sich immer mehr Personalien.
Klopp hat einen Vertrag bis 2030 – einschließlich der WM – unterschrieben. Offizieller Beginn des Arbeitsverhältnisses ist der 15. August 2026. Gehaltstechnisch soll er deutlich mehr als sein Vorgänger kassieren – von bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr ist dabei die Rede. Nagelsmann hat rund sieben Millionen bekommen. Und auch zu seiner weiteren Personalgestaltung wird immer mehr bekannt.
Demnach soll sein langjähriger Berater Marc Kosicke ebenfalls zu Klopps Team innerhalb des DFB gehören. Wie die „Bild“ berichtet, wird er für die Strategie und Entwicklung der Nationalmannschaft zuständig sein. Per Mertesacker wird zudem ab 1. Jänner 2027 Geschäftsführer Sport des Verbandes. Ebenfalls genehmigt wurden seine Co-Trainer Peter Krawietz, Pepijn Lijnders und Sven Bender.
Klopp als Bundestrainer – die Wunschvorstellung vieler DFB-Fans und lange Zeit auch vieler Fußballromantiker ist nun also Realität. Wenngleich das romantische Image von „Kloppo“ nach dessen Engagement als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull Kratzer erlitten hatte, ist die Euphorie in Deutschland groß.
Nagelsmann-Projekt gescheitert
Immerhin hat der Trainerfuchs nicht nur bei Liverpool und Dortmund bewiesen, dass er mit Druck umgehen und Erfolge feiern kann. Und die Sehnsucht nach einem fußballerischen Erlöser ist im stolzen Fußballland groß. Das blamable Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat Spuren hinterlassen. Zumal man beim DFB seit dem WM-Triumph 2014 auf Erfolgserlebnisse warten muss.
Julian Nagelsmann ist Geschichte, ein weiteres gescheitertes „DFB-Experiment“. Nun also soll es Klopp richten. Der 59-Jährige hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er das Amt liebend gern bekleiden möchte. Nachdem man sich nun auch mit Red Bull geeinigt hat, steht dem deutschen Neuanfang nichts mehr im Weg.
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