Alexander Zverev stand als erster deutscher Mann seit 1995 in einem Wimbledon-Finale. Doch der Traum vom zweiten Grand-Slam-Triumph erfüllte sich für den 29-Jährigen nicht. Wieder einmal zog er gegen Jannik Sinner den Kürzeren. Doch bei der Siegerehrung konnte der Verlierer wieder halbwegs lachen ...
Kurz nach seinem geplatzten Wimbledon-Traum ist Alexander Zverev bereits wieder zu Spässen aufgelegt. „Ich mag dich irgendwie nicht mehr, ich habe jetzt neunmal gegen dich verloren“, witzelte der Deutsche bei der Siegerehrung mit Prinzessin Kate in Richtung von Sieger Jannik Sinner
Merz sah Zverev-Pleite live vor Ort
„Leider hat es nicht geklappt. Herzlichen Glückwunsch an dich, Jannik.“ Auf der Tribüne spendete der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz tröstenden Applaus. Tatsächlich war es schon die 10. Niederlage in Folge gegen Sinner. „Er hat wieder gezeigt, warum er der beste Spieler der Welt ist“, fügte Zverev an.
Erfolgreiche zwei Major-Turniere
Trotz der 4-Satz-Niederlage blickt Zverev auf erfolgreiche Monate zurück. An den French Open hatte er endlich sein Image als bester Tennisspieler ohne Grand-Slam-Titel abgelegt, an der Church Road nun sein mit Abstand bestes Ergebnis erreicht. Sein Dank dafür gilt besonders seinem Team.
„Mit 29 Jahren glaube ich zum ersten Mal daran, diesen Titel gewinnen zu können – dank euch“, so Zverev, der in der Weltrangliste an Carlos Alcaraz vorbei auf Platz 2 klettern wird.
Mit 29 Jahren glaube ich zum ersten Mal daran, diesen Titel gewinnen zu können – dank euch.
Alexander Zverev
Sinner: Zverev ist nah dran
Sinner dagegen bleibt der unangefochtene Dominator des Sports. „Ein Wahnsinn“, fand der Italiener am Ende, als er den begehrtesten Pokal des Tennissports zum 2. Mal in Händen hielt. „Ich bin natürlich glücklich über den Sieg, vor allem aber auch über das Niveau, das wir gezeigt haben.“
Sinner wieder „on fire“
Bereits in Paris war er in Abwesenheit von Alcaraz, der wegen seiner Handgelenksverletzung auch in Wimbledon fehlte, der haushohe Favorit gewesen, scheiterte aber in der 2. Runde mit einem Hitzeschock. Diesmal wackelte Sinner in der 1. Runde gegen Miomir Kecmanovic, als er über 5 Sätze musste, war aber am Ende wie erwartet der klar beste Spieler – auch im Halbfinal gegen Novak Djokovic.

Allerdings ist sich Sinner auch der Qualitäten von Herausforderer Zverev bewusst: „Du bist jetzt schon sehr nahe an der Nummer 1 – wir müssen jetzt aufpassen.“
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