Rückschlag!

Tourismusattraktion als ¿Schnäppchen¿

Zum Schnäppchenpreis von 2,1 Millionen Euro sollen die oberösterreichischen Tourismusattraktionen Schafbergbahn und Wolfgangseeschifffahrt an die „Salzburg AG“ gehen. Anfangs waren kolportierte 3 bis 4 Millionen Euro verlangt worden. „Ein Rückschlag für Oberösterreich“, bedauert Landes-Vize Erich Haider.

„Das ist keine positive Entwicklung, wenn oberösterreichische Tourismusattraktionen nach Salzburg gehen - aber dort war man offenbar dynamischer“, meint der Verkehrsreferent weiter und bestätigt, dass der ÖBB-Vorstand beschlossen hat, die Schafbergbahn und die Wolfgangseeschifffahrt nach Salzburg zu verkaufen. Nun muss aber noch der Aufsichtsrat, der am 8. und am 14. Februar tagen wird, diesem Beschluss zustimmen. Der ÖBB-Betriebsrat ist gegen diese Verkäufe.

Investitionskosten waren abschreckend
Andere Mitbewerber wie Red Bull und Salinen AG haben ihre Angebote bereits vor Monaten zurückgezogen, ebenso die Deutsche Bahn. Zuletzt waren neben der Salzburg AG noch der oberösterreichische Bahnbetreiber Stern & Hafferl, die Salzkammergut-Touristik und die Dachstein AG unter den Interessenten. Abschreckend dürften da die Instandsetzungskosten für sechs Wolfgangsee-Schiffe sowie zehn Zahnrad-Dampfzüge samt Bahntrasse auf den Schafberg und Infrastruktur gewesen sein: Es ist von zehn Millionen Euro die Rede.

Die Weiterführung wird vorgeschrieben
Laut Insiderkreisen wird der Neo-Besitzer, also vermutlich die Salzburg AG, per Pönale verpflichtet, die Anlagen weiterzuführen. Dazu könnte sie auch beim Land Oberösterreich um Hilfe bitten: „Wir könnten kaum ablehnen und zahlen ja auch der Salzburger Lokalbahn jährlich 700.000 Euro“, so Erich Haider.

 

 

Foto: Wolfgangsee Tourismus

Donnerstag, 17. Juni 2021
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