22.09.2014 18:32 |

Zahlreiche Staus

Autofreier Tag am Ring ließ Pkw-Fahrer verzweifeln

Straßensperren und dahinter keine Menschen. "Wird da wieder ein Film gedreht?", fragt ein Wiener Pensionist. Doch nein, weit gefehlt: Es war der autofreie (und zeitweise auch menschenfreie) Tag mit groß gefeierter Sperre des Rings. Ringsum verzweifelten allerdings die Autofahrer, die besonders am Abend auf den Ausweichrouten Nerven wie Drahtseile brauchten.

Gähnende Leere auf dem Ring. Keine Autos, keine Menschen, keine Radfahrer, nichts. Eine Stunde nach der Sperre zeigte sich die City am Montagvormittag von ihrer trostlosen Seite. "Das liegt sicher auch am Regen", sagt die Initiatorin Hanna Schwarz von der Plattform "Autofreie Stadt". "Meistens kommen die Leute ja auch erst am Abend." Wieso dann schon ab zwölf Uhr gesperrt werden musste? Keiner weiß es.

Die Situation am Nachmittag: Polizisten gehen gelangweilt spazieren, ein Mann malt beim Kinderparcours mit Kreide Fische auf den Boden, auf dem ausgerollten Rasen hängen vereinzelt Studenten in Liegestühlen und essen Kuchen, eine Frau schneidet Gemüse, eine andere verteilt Zettel.

Staus und wütende Autofahrer auf Ausweichrouten
So locker und entspannt ging es allerdings nicht überall zu. Vor allem rund um den gesperrten Ring sah die Sache für die "verbannten" Autofahrer ganz anders aus. Im Abendverkehr ging auf den Ausweichsrouten teilweise gar nichts mehr, was motorisierte Verkehrsteilnehmer teilweise an den Rand der Verzweiflung brachte. Besonders betroffen war dabei die 2er-Linie, auf der es im gesamten Verlauf teilweise nur im Schritttempo voranging.

Geht es nach den Vorstellungen der Plattform "Autofreie Stadt", könnte ein derartiges Stauchaos den Autofahrern in Zukunft öfter blühen: "Wir wollen einen autofreien Tag pro Woche. Und zwar am Sonntag", so Hanna Schwarz.

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