Prozess in Bayern
Hausmeister missbrauchte mehrere Heimkinder
Im deutschen Schweinfurt hat ein Mann vor Gericht gestanden, mehrere Heimkinder sexuell missbraucht zu haben. Er habe sich vor allem „schwierige“ Buben ausgesucht, sagte er. In einem ersten Verfahren hatte der 56-Jährige zu den Vorwürfen noch geschwiegen.
Der Mann war um die Jahrtausendwende herum als Hausmeister in dem Heim im Landkreis Schweinfurt (Bayern) tätig. Die sexuellen Übergriffe soll er unter anderem in einem Wohnwagen auf dem Heimgelände und auf einer Almhütte in Österreich begangen haben. Zum Auftakt des Berufungsverfahrens sagte er noch, sich nicht konkret an die Taten erinnern zu können. Auf mehrfache Nachfrage der Staatsanwaltschaft und der Nebenklagevertreter konnte er dann aber doch detaillierte Angaben zu den Vorwürfen machen.
Den Darstellungen der Opfer werde er nicht entgegentreten, sagte der Deutsche. „Es tut mir unheimlich leid.“ Die Buben sollen bei den Übergriffen in den Jahren zwischen 1998 und 2000 zwischen elf und 15 Jahre alt gewesen sein. Bis auf zwei Fälle sind inzwischen alle verjährt.
Erzieher als Komplize
Ursprünglich waren zwei Männer angeklagt, zusätzlich zu dem 56-Jährigen ein 1981 geborener Mann, der als Erzieher in dem Kinderdorf gearbeitet hatte. Das Amtsgericht Schweinfurt hatte den 56-Jährigen im Jänner 2025 zu drei Jahren Haft und den anderen zu einer Jugendstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, ausgesetzt zur Bewährung. Der Ältere legte Berufung ein. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, die Staatsanwaltschaft und Nebenklage hingegen Haftstrafen gefordert. Vor dem Amtsgericht hatten damals auch mehrere ehemalige Heimkinder von Übergriffen des 56-Jährigen berichtet.
Nun hat das Berufungsverfahren begonnen.









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