Italiens Fußball befindet sich in schweren Turbulenzen. Zwei Tage nach dem blamablen Verpassen der WM im Play-off gegen Bosnien-Herzegowina traten Verbandschef Gabriele Gravina und Sportdirektor Gianluigi Buffon zurück. Trainer Genarro Gattuso dürfte der Nächste sein ...
Nach der verpassten WM-Qualifikation – der dritten in Serie – hatten zahlreiche Spitzenpolitiker, darunter auch Sportminister Andrea Abodi, Gravinas Rücktritt gefordert. „Es ist offenkundig, dass der italienische Fußball neu aufgebaut werden muss. Dieser Prozess muss mit einer Erneuerung der Verbandsspitze beginnen. Ich halte es für unfair, die eigene Verantwortung für das dritte WM-Aus Italiens in Folge abzustreiten“, so der Politiker.
Nachdem sich auch die zweitstärkste Regierungspartei Lega gegen den Verbandpräsidenten ausgesprochen hatte, erklärte dieser nun seinen Rücktritt. Sein Nachfolger soll in einer außerordentlichen Verbandssitzung am 22. Juni bestellt werden.
Auch Buffon verabschiedete sich
Auch Sportdirektor Buffon trat ab. „Nun, da Präsident Gravina zurückgetreten ist, fühle ich mich frei das zu tun, was ich für verantwortungsvoll halte.“ Trotz aller Überzeugung und Bemühungen sei es ihm im Team nicht gelungen, Italien wieder zu einer WM zu führen.
„Die Nationalmannschaft zu vertreten, ist für mich eine Ehre und eine Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitet“, ergänzte der frühere Nationalteamgoalie: „Ich trage all dies in meinem Herzen und bin dankbar für das Privileg und die Lehren, die mir diese intensive Erfahrung – trotz ihres schmerzhaften Nachspiels – vermittelt hat.“
Wie Fußball-Insider Fabrizio Romano auf seinen Social-Media-Kanälen schrieb, dürfte Teamchef Genarro Gattuso der Nächste sein, der seinen Posten räumen muss.
Zum dritten Mal nur Zuschauer
Italien hatte sich im Play-off-Spiel am Dienstag Bosnien im Elfmeterschießen geschlagen geben müssen und verpasst damit die Weltmeisterschaft in Nordamerika. Bereits 2018 und 2022 fehlten unsere Nachbarn auf der größten Fußballbühne der Welt.
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