Nach der Aberkennung des Titels beim Afrika Cup hat die Nationalmannschaft des Senegal ein Zeichen der Unbeugsamkeit gesetzt.
Die Spieler trugen den Pokal für den Sieger des Kontinental-Wettbewerbs vor Anpfiff des Testspiels gegen Peru auf einer Art Ehrenrunde im Pariser Stade de France und ließen sich von den Fans feiern. Auch auf der Tribüne und im Kabinengang präsentierten die Senegalesen die Trophäe mit ausgelassener Freude.
Die Aktion ist vor allem für den afrikanischen Fußball-Verband (CAF) ein Affront. Das Berufungsgericht des CAF hatte zwei Monate nach dem von Tumulten geprägten Endspiel dem Einspruch von Marokko stattgegeben und das Match, das der Senegal sportlich mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen hatte, mit 3:0 für den Gastgeber gewertet.
Verband legte Berufung ein
Daraufhin hatte es zahlreiche Kritik aus der Fußball-Welt gegeben. Der senegalesische Verband legte Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ein. Diese zielt darauf ab, die CAF-Entscheidung aufzuheben und Senegal wieder zum Sieger des Afrika Cups zu erklären.
Das CAF-Gericht hatte seine Entscheidung damit begründet, dass das senegalesische Team durch das Verlassen des Platzes aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben habe. In erster Instanz war Senegals Verband nur zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Finale des Afrika Cups am 18. Jänner war infolge fragwürdiger Entscheidungen komplett aus dem Ruder gelaufen.
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