WM-Quali-Held Michi Gregoritsch kehrt heute ins Happel-Oval zurück. Sein Goldtor gegen Bosnien sieht er mit Abstand, der Winter-Plan ging indes voll auf.
Exakt 130 Tage nach dem historischen 1:1 gegen Bosnien, mit dem sich die Tür zur WM endgültig öffnete, kehrt Österreichs Team heute wieder ins Happel-Stadion zurück. Mit an Bord Michi Gregoritsch, der Held des 18. November 2025: „Es bleibt ein Moment, der mich das ganze Leben begleiten wird„, blickte der Steirer ein weiteres Mal auf das 1:1 zurück, mit dem er den Prater damals in der 77. Minute in ein Tollhaus verwandelte. Zugleich sieht er den Treffer vier Monate später auch mit etwas Abstand – zeitlich wie emotional: „Es ist inzwischen nicht mehr so, dass ich täglich davorsitze, um mir das 1:1 anzuschauen.“
Mit 23 Treffern nimmt der 31-Jährige im ewigen ÖFB-Ranking mittlerweile Platz elf ein. Nur noch ein Tor fehlen ihm auf Karl Zischek, Flügelstürmer des legendären Wunderteams der 30er-Jahre, und die Top 10. Die heutige Rückkehr ins Happel-Oval sieht „Gregerl“ entspannt: „Dort aufzulaufen, löst bei mir generell immer sehr viele Emotionen aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich dieses Gefühl durch meinen Treffer gegen Bosnien nochmals verstärken wird.“
Auf Klubebene lief es für den Routinier im Herbst bei Bröndby suboptimal, im Winter entschied er sich zur Rückkehr nach Augsburg: „Mein Plan ist voll aufgegangen. Ich komme in einer der europäischen Top-5-Ligen wieder regelmäßig zum Einsatz und auf eine sehr gute Quote, habe mit allen im Klub ein super Verhältnis.“ Nach elf Einsätzen hält der Offensivspieler bei drei Toren und nunmehr 62 Karriere-Treffern in der deutschen Bundesliga. Martin Harnik (66) und Willi Huberts (67) und damit Platz zwei in der Österreich-Hitliste hinter Toni Polster (90) rücken immer näher. Ebenso gerät die WM immer mehr in seinen Fokus: „Jeder Sieg vor der Endrunde würde uns guttun. Unser Selbstverständnis geht längst so weit, dass wir jeden besiegen wollen.“
„Jeder hofft, dass er bleibt“
Mit Ghana wartet ein „physisch starkes Team mit sehr gut ausgebildeten Fußballern, das schnell umschalten kann. Es ist ein perfekter Test und eine gute Standort-Bestimmung, wo wir gegen Teams außerhalb Europas stehen.“ Zu Ralf Rangnick hat er eine klare Meinung: „Jeder im Team hofft, dass er bleibt.“
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