Furioses Finale der 21. Hallen-WM in Torun: Devynne Charlton egalisierte über 60 m Hürden bei ihrem Sturmlauf zu Gold in 7,65 ihren eigenen Weltrekord und die Briten feierten mit dreimal Gold noch einen ganz großen Abend – gekrönt von einer Machtdemonstration durch Keely Hodgkinson!
Denn die 800-m-Weltrekordlerin stürmte mit einem Start-Ziel-Sieg zu sensationellen 1:55,30 – Hodgkinson, eine Läuferin wie von einem anderen Stern, lief die (eigentlich starke!) Konkurrenz förmlich in Grund und Boden. Nur sie selbst war heuer in der Halle bei ihrem Fabel-Weltrekord von Liévin 2026 in 1:54,87 jemals schneller gewesen. In Torun war sie zudem an einem ihrer großen Ziele angelangt. Denn der Olympiasiegerin fehlte noch eine Medaille bei einer Hallen-WM. Es wurde Gold vor der Schweizer Rekord laufenden Audrey Werro (1:56,64).
Hunter Bell siegt über 1500 m
Wenig zuvor war Keelys Trainingskollegin Georgia Hunter Bell im 1500-m-Finale nach einer taktisch perfekten Leistung zu ihrem ersten großen internationalen Titel gelaufen. Die 32-Jährige holte eine Runde vor Schluss die lange Zeit um 10 bis 15 m führende Birke Haylom (Äth) ein und gewann in der Weltjahresbestleistung von 3:58,53 vor der Ozeanien-Rekord laufenden Jessica Hull (3:59,45) und Nikki Hiltz (USA/3:59,68).
Das dritte Briten-Gold gewann schließlich Molly Caudery mit im zweiten Versuch erzielten 4,85 m in einer höchst spannenden Stabhochsprung-Konkurrenz vor Tina Sutej (Slo/4,80) und einem Trio, das mit jeweils 4,70 Bronze gewann. Für die Britin war es nach Glasgow 2022 das zweite Hallen-WM-Gold.
Zweites Gold für García
Wie immer standen (neben den Staffeln) die Mittelstrecken im Mittelpunkt. Gab es hier einen doppelten Erfolg der Briten, so holte der Spanier Mariano García bei den Männern über 1500 m zum zweiten Mal nach Glasgow 2022 Gold bei einer Hallen-WM. Im Finale setzte er sich in 3:39,63 vor dem Freiluft-Weltmeister von Tokio 2025, Isaac Nader (Por/3:40,95), und Adam Spencer (Aus/3:40,78) durch. So schade, dass Raphael Pallitsch, im Vorjahr in Nanjing WM-Siebenter, wegen seiner gesundheitlichen Probleme die Hallen-Saison vorzeitig hatte beenden müssen. In diesem Endlauf von Torun wäre viel für ihn möglich gewesen. Die 800 m wurden eine Beute von Cooper Leutkenhaus (USA/1:44,24).
Noch Bronze für Polen
Den Hürdensprint der Frauen, in dem Karin Strametz um vier Tausendstel das Semifinale verpasst hatte, gewann, wie gesagt, Weltrekordlerin Devynne Charlton (Bah) in der Weltrekordzeit von 7,65 vor Nadine Visser (Hol/7,73). Mit ebenfalls 7,73 bescherte Pia Skrzyszowska dem Gastgeberland Polen am Schlusstag noch eine Bronze-Medaille. Charlton erzielte damit in Torun neben dem Schweizer Simon Ehammer (Siebenkampf 6700 Punkte) den zweiten Weltrekord dieser WM.
Im Fünfkampf der Frauen versuchte Anna Hall mit einem mutigen Tempolauf über 800 m noch die führende Sofie Dokter von der Spitze zu verdrängen. Sie lief in einem tollen Solo 2:06,32, das reichte aber nicht! Dokter wurde mit 4888 Punkten Weltmeisterin vor Hall (4860).
USA gewinnt Nationenwertung
Die beiden abschließenden Staffeln über 4 x 400 m gingen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern an die USA. Damit wurden die USA auch erfolgreichste Nation. Sie holten 5 x Gold, 7 x Silber und 6 x Bronze, dahinter folgten die Briten (4/0/0) und Italien (3/2/0).
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