Klaus Mäkelä, der Wunderwuzzi der Dirigentenzunft, kommt am Wochenende noch einmal als Leiter des Orchestre de Paris mit zwei Konzertprogrammen ins Wiener Konzerthaus.
„Der Rundfunk hat einen schlechten Einfluss auf die Kunst: Er ist dazu angetan, der Musik alles Leben und aufrichtigen Sinn auszutreiben“, fürchtete Sergej Rachmaninoff. Dabei saß er gerne selbst als sein eigener Interpret im Tonstudio am Klavier.
Im Konzerthaus folgt ihm am Sonntag Landsfrau Anna Vinnitskaya und spielt seinen größten Schlager, das Klavierkonzert Nummer zwei. Aber ganz lebendig, weil live. Oder noch etwas lebendiger, weil sie der gefragteste Jungmaestro der Welt, der Finne Klaus Mäkelä, mit dem Orchestre de Paris begleitet?
Mit dem Pariser Paradeklangkörper ist Mäkelä seit 2021 als Musikdirektor verbunden. Doch heißt es bald Abschied nehmen. So wie auch von Oslo Philharmonic, wo der im Jänner aus dem Twenalter Geschlüpfte, seit 2020 Chef ist. Es warten 2027/28 zwei neue Spitzenpositionen auf ihn: Beim Chicago Symphony Orchestra tritt er das Erbe Riccardo Mutis an, der den US-Klangkörper zuletzt prägte.
Zugleich wird er endlich offiziell Chef beim Concertgebouw Orchester in Amsterdam. Dort hat er unterm Ersatztitel „künstlerischer Partner“ zuletzt mehr dirigiert als so mancher Vorgänger. Denn die Statuten in Amsterdam erlauben dem Chef maximal eine zweite Leitungsposition. Daher: Ab ins Konzerthaus, vielleicht wird’s der letzte Wiener Auftritt als Pariser Musikdirektor.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.