Explosion jeden zweiten Tag. Die Ölpreise explodieren, die Spritpreise genauso – aber in Österreich nur noch jeden zweiten Tag. Die beste, die richtige Lösung? Kaum. Die Regierung, die etwas gegen die durch die stark steigenden Treibstoffpreise erwartbar befeuerte Inflation tun möchte beziehungsweise tun muss, hat, wie etwa Energieexperte Johannes Beninigni von JBC Vienna der „Krone“ sagt, einen Weg gewählt, bei dem „reiner Aktionismus“ herauskomme. Die Entscheidung, nur noch dreimal wöchentlich erhöhen zu dürfen, hält der Experte für falsch. „In Deutschland ist jetzt eine Erhöhung täglich möglich, wie bisher bei uns.“ Die Regierung könne mit Steuersenkungen Krisenmanagement machen, aber den Trend nicht aufhalten. Von einem Preisdeckel hält Benigni nichts, weil sich Österreich vom internationalen Markt nicht entkoppeln könne. Zieht die Regierung wenigstens an einem Strang? Mitnichten!
Kleinster Kompromiss. Mit der Benzin- und Dieselpreisproblematik beschäftigt sich heute in der „Krone“ auch Wirtschaftsexperte Dr. Georg Wailand. In seinem Kommentar schreibt er: „Als es um eine mögliche Preisbremse beim Spritpreis ging, waren sich ÖVP und SPÖ aus vollem Herzen uneinig.“ So sei letztlich ein „knieweicher Kompromiss“ herausgekommen. Dass nun die Tankstellen nicht mehr täglich die Preise ändern dürfen, sondern nur jeden zweiten Tag, das sei „wahrhaft genial“. Denn, so Wailand: „Da fliegen die Raketen im Nahen Osten und bei uns wählt man den kleinsten aller kleinen Kompromisse.“ Das, so viel ist zu befürchten, so viel ist zu beobachten, ist die Politik, zu der man gerade noch imstande ist.
Kommen Sie gut durch den Freitag!
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