Wienerinnen der Woche

Von Pflege bis Polizei: Ohne Frauen läuft nichts

Wien ist leiwand
08.03.2026 11:00

Tagtäglich leisten Frauen Unverzichtbares, wenngleich das sehr oft unsichtbar bleibt. Die „Krone“ holt sie zum Weltfrauentag vor den Vorhang und macht sie zu den Wienerinnen der Woche. 

In Wien leben 51 Prozent Frauen. 4000 von ihnen arbeiten bei den Wiener Stadtwerken auf Baustellen, Schienen oder im Aufsichtsrat.

Im Steigen begriffen ist auch die Zahl der Polizistinnen. Rund 3000 sorgen in Wien für Sicherheit. Eine davon ist Katrin Gulnbrein. Dass sie mittlerweile so viele Kolleginnen hat, freue sie besonders, sagt sie.

Polizistin Katrin Gulnbrein
Polizistin Katrin Gulnbrein(Bild: LPD Wien)

Immer mehr Frauen finden sich auch in der Wiener Politik. Etwa ein Drittel des Gemeinderats ist weiblich. Der Anteil der Bezirksrätinnen liegt bei 43 Prozent. Andere arbeiten im Einzelhandel, in der Pflege, als Lehrerinnen, Feuerwehrfrauen, Ärztinnen oder Wissenschaftlerinnen.

Sie alle halten die Stadt am Laufen. Auch wenn sie nach wie vor in vielen Berufsgruppen unterrepräsentiert sind, ihnen der Aufstieg erschwert wird oder der Wiedereinstieg nach Karenz und die mangelnde Kinderbetreuung noch immer Hürden darstellen.

Frauen verdienen hierzulande zudem im Schnitt laut Statistik Austria 18 Prozent weniger als Männer.

Mama, Oma, Freundin, aber auch Karrierefrau
Was oft im Verborgenen bleibt: Jede sechste Frau übernimmt in Österreich die Betreuung von Kindern oder zu pflegenden Angehörigen und die Hausarbeit. Die sogenannte „Care-Arbeit“ wird immer noch vermehrt von Frauen geleistet. Bezahlt werden sie dafür natürlich nicht.

Immer wieder wird diese Doppelbelastung zwar zum Politikum, im Alltag fällt sie aber viel zu oft unter dem Radar. Und ja, auch Männer übernehmen Rollen wie Hausarbeit und Betreuungspflichten. Statistisch und auch realistisch gesehen aber eben viel weniger häufig als Frauen.

Zum Weltfrauentag werden jene Ungleichheiten jährlich aufs Neue aufgezeigt und er bietet Platz für etwas, das wir im Alltag ohnehin viel zu wenig sagen: „Danke!“

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