Millionenschaden nach kriminellem Pyramidenspiel: Ein 40-jähriger Pole wurde nach seiner Flucht zwar in Tschechien verhaftet, aber Dutzende Opfer in Österreich bangen jetzt um ihre Ersparnisse.
Am Anfang quietschten noch die Reifen, jetzt rauchen die Köpfe. „Peter“, ein polnischstämmiger Wiener, soll, aus der Donaustadt kommend, ein lukratives Geschäft mit Luxusautos aufgezogen haben – Ferrari, BMW, sogar Lkw zu angeblich unschlagbaren Preisen. Ein 5er-BMW Baujahr 2024 für 30.000 Euro? Für viele klang das wie ein Geschenk, gezahlt wurde mittels Vorauskasse, meist naturgemäß in bar.
Die ersten Fahrzeuge wurden offenbar geliefert, die Mundpropaganda im Zwielicht lief heiß. Die Erstkäufer brachten neue Kunden, immer mehr Bargeld floss. Hunderttausende Euro für den protzigen Fuhrpark. Doch dann blieben Autos aus – und Millionen verschwanden. 129 Gläubiger zittern nach der „Insolvenz“, der Schaden soll im zweistelligen Millionenbereich liegen.
Wer ist Opfer? Ermittlungen der Polizei laufen auf Hochtouren
War es ein Pyramidenspiel, oder ist alles ganz anders? Brisant: Nicht wenige „Opfer“ zahlten enorme Summen in bar – und schwiegen lange. Aus Scham und weil sie selbst in einer rechtlichen Grauzone unterwegs waren.
Nur langsam kommen alle Details heraus, die Ermittler der Kriminalpolizei sind jedenfalls bis über beide Ohren in Aktenbergen versunken. Noch ist völlig unklar, wer jetzt genau Täter und Opfer ist. Ein Zwischenhändler steht ebenfalls im Visier der Ermittler, er bestreitet alle Vorwürfe. Aus Angst hat er aber schon „Schulden“ beglichen, so der Mann im Gespräch mit der „Krone“.
Der mutmaßliche Drahtzieher wurde indes im tschechischen Ostrava festgenommen, ein Komplize starb jedoch unter mysteriösen Umständen. Plötzlich geht es nicht mehr nur um Luxuslimousinen …
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