Vieles davon illegal

Waffen und Hunderte Kilo Munition in Haus gehortet

Niederösterreich
06.03.2026 10:33
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schier unglaublicher und verstörender Fund in einem Haus im niederösterreichischen Strasshof: Ein Pensionist hatte dort weit mehr als hundert Waffen und mehrere Hundert Kilogramm Munition gehortet. Viele der Waffen besaß der Verdächtige illegal. Als er seine Frau am Montag bedrohte, flog der Waffennarr auf, und mit ihm sein Arsenal.

Am Montagabend gegen 19.15 Uhr ging bei der Polizei eine alarmierende Meldung ein. Ein 81-Jähriger, auf den laut Waffenregister 70 Waffen registriert sind, hatte seine Ehefrau bedroht. Die Frau war offenbar so in Angst, dass sie sich in einem Raum im gemeinsamen Haus verbarrikadierte.

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Die Überprüfung der etwa 100 illegal besessenen Waffen durch das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich dauert an.

Chefinspektor Johann Baumschlager

Spezialeinheiten durchkämmten Gebäude
Die Polizei rückte an und konnte die Situation unter Kontrolle bringen. Doch als die Beamten das Haus näher in Augenschein nahmen, sollten sie einen höchst bedenklichen Fund machen. Denn sowohl im Obergeschoß als auch im Keller des Gebäudes stießen sie auf eine Vielzahl an frei herumliegenden Schusswaffen. Aus diesem Grund wurde der Staatsschutz eingeschaltet und zusätzlich weitere Spezialeinheiten hinzugezogen – es folgte am Dienstag und Mittwoch eine Hausdurchsuchung.

Diesen Fund machten die Beamten in dem Haus in Niederösterreich.
Diesen Fund machten die Beamten in dem Haus in Niederösterreich.(Bild: LKA NÖ/LKA Kevin Gschaider)

„Dabei wurde eine große Anzahl von Waffen, 550 kg Munition, Kriegsmaterial und diverses Waffenzubehör sichergestellt“, teilte Chefinspektor Johann Baumschlager am Freitag mit. „Die Überprüfung der etwa 100 illegal besessenen Waffen durch das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Niederösterreich dauert an.“

Auch Datenträger sichergestellt
Damit nicht genug, wurden auch noch Datenträger in dem Haus entdeckt. Aktuell werde geprüft, ob sich darauf Aufnahmen von strafbaren Handlungen, etwa Missbrauch oder Vergewaltigung, befinden. 

Hinsichtlich des Waffenfundes liege derzeit kein Hinweis auf ein terroristisches oder religiöses Motiv vor. Man gehe davon aus, dass der 81-Jährige „ein Waffensammler“ sei, hieß es weiter. 

Gegen den 81-Jährigen wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Waffenverbot ausgesprochen. Er wird nach Abschluss der Erhebungen an die Staatsanwaltschaft Korneuburg angezeigt.

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