Produktion verkleinert

Babynahrungsfirma Hipp baut Jobs in Gmunden ab

Oberösterreich
27.02.2026 08:00

Der deutsche Babynahrungs-Hersteller Hipp schließt eine von vier Produktionslinien an seinem oberösterreichischen Standort in Gmunden. 26 Mitarbeiter müssen deshalb gehen – für sie gibt es nun einen Sozialplan.

Ein bedeutendes Werk des deutschen Babynahrungs-Herstellers Hipp steht in Gmunden: Rund 400 von insgesamt 3200 Hipp-Beschäftigten arbeiten am Standort im Salzkammergut. Ab sofort sind es jedoch um 26 weniger: Das Familienunternehmen hat am Mittwoch Kündigungen ausgesprochen und die Betroffenen sofort freigestellt.

Der Grund des Stellenabbaus: „Hipp hat nach technischer und wirtschaftlicher Bewertung entschieden, eine der vier Produktionslinien am Standort Gmunden mit Ende Februar stillzulegen“, bestätigt das Unternehmen auf Anfrage der „Krone“. Der Schritt sei ein Teil der Strategie, „um die Wettbewerbsfähigkeit des Werks zu sichern“. Hipp stehe weiter zum Standort Gmunden.

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Hipp hat nach technischer und wirtschaftlicher Bewertung entschieden, eine der vier Produktionslinien am Standort Gmunden mit Ende Februar stillzulegen. 

Stellungnahme von Hipp

Das Werk von Hipp in Gmunden ist auf Sonderprodukte spezialisiert. Auch in Kroatien, Russland ...
Das Werk von Hipp in Gmunden ist auf Sonderprodukte spezialisiert. Auch in Kroatien, Russland oder Ungarn hat das Unternehmen Standorte.(Bild: Marion Hörmandinger)

„Mitarbeiter wurden in persönlichen Gesprächen informiert“
Der deutsche Hersteller – Hauptsitz ist in Bayern, der Jahresumsatz liegt in der Größenordnung von einer Milliarde Euro – hat die Produktion im Salzkammergut auf Sonderprodukte mit erhöhtem technologischem Aufwand spezialisiert, etwa auf Babynahrung im Quetschbeutel.

Der aktuelle Jobabbau hat laut „Krone“-Infos für großen Wirbel gesorgt – die Rede ist von überfallsartigen Kündigungen nach Schichtende. Dem widerspricht Hipp vehement: „Die Mitarbeiter wurden einzeln in persönlichen Gesprächen und einem geschützten Rahmen über die Veränderung informiert.“

Sozialplan steht
Die bezahlte Freistellung der Gekündigten ist in sensiblen Produktionsbereichen wie der Nahrungsmittelindustrie jedenfalls nicht ungewöhnlich und dient oft der Betriebssicherheit. Für die Betroffenen gibt es einen Sozialplan: Er beinhaltet sozial gestaffelte Zahlungen, einen Zuschuss für minderjährige Kinder und Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

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