Nach der Pleite hat der Innviertler Motorradhersteller KTM 450 Millionen Euro vom indischen Fahrzeughersteller Bajaj Auto bekommen – damit gelang die Sanierung. Nun können die Innviertler ihre Schulden bei den Indern begleichen: Sie erhalten einen millionenschweren Kredit von einem Bankenkonsortium.
Der Motorradhersteller KTM aus Mattighofen im oberösterreichischen Innviertel hat sich bei einem Bankenkonsortium einen Kredit in Höhe von 550 Millionen Euro geholt, teilte die kürzlich in Bajaj Mobility umbenannte Muttergesellschaft mit. Mit dem Darlehen sei die Refinanzierung der Verbindlichkeiten gegenüber der Bajaj Auto International Holdings gesichert. KTM hatte im Zuge der Insolvenz und zur Bedienung der Sanierungsplanquote 450 Millionen Euro von Bajaj Auto – einem indischen Fahrzeughersteller – bekommen. Die Inder haben infolgedessen die Mehrheit am Innviertler Leitbetrieb übernommen.
Fünf Jahre Laufzeit
Der Kredit bei dem Bankenkonsortium sei unbesichert, habe eine Laufzeit von fünf Jahren und sei im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich verzinst, heißt es vom Unternehmen. Mit Abschluss des Kreditvertrages seien die Refinanzierungsmaßnahmen der KTM abgeschlossen.
„Außergewöhnlich starkes Signal“
Das internationale Bankenkonsortium, das als Kreditgeber auftritt, besteht aus J.P. Morgan SE, HSBC, DBS Bank Limited und MUFG Bank Ltd. Für KTM-CEO Gottfried Neumeister zeigen die damit nun abgeschlossenen Refinanzierungsmaßnahmen „das klare Vertrauen der internationalen Banken in die Zukunft der KTM AG. Ein unbesicherter Kredit in dieser Größenordnung ist ein außergewöhnlich starkes Signal und gibt uns Stabilität, Flexibilität und Momentum für die kommenden Jahre.“
KTM machte im Zuge seines Sparprogramms zuletzt mit dem Abbau von 500 Stellen bis Jahresende Schlagzeilen – 420 davon in Österreich, die „Krone“ berichtete.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.