„Woyzeck“ von Georg Büchner gilt als eines der prägendsten und modernsten Werke der deutschsprachigen Dramatik, obwohl es ein Fragment geblieben ist. Schauspieldirektor David Bösch bringt es in einer modernen Inszenierung auf die Bühne. Er „erweitert“ den Klassiker um einen Text aus der Jetztzeit.
Mit „Woyzeck“ schrieb Georg Büchner im Jahr 1836 das wohl erste Psychodrama der deutschen Theatergeschichte, bis heute sind die Themen, die darin verhandelt werden, ungebrochen aktuell. Es geht um Armut, strukturelle Gewalt, Menschenexperiment, die Frau als Besitz des Mannes – und um einen Femizid.
Als Büchner das Fragment geschrieben hat, „gab es dieses Wort noch gar nicht“, sagt David Bösch und betont damit die brisante Aktualität. Um das noch zu verdeutlichen, wird der Theaterabend in zwei Teilen ablaufen.
Den Beginn macht Büchners „Woyzeck“, der im Sprachduktus nicht verändert wurde. Nach einer Pause folgt der kürzere, moderne Teil. „Ich will eine weibliche Perspektive dazustellen“, sagt Bösch. Er hat die Wiener Autorin Gerhild Steinbuch beauftragt, einen Text zu schreiben. Drei Frauen, drei Generationen treten in „Marie“ auf, das neue Stück „ist eine Ergänzung, das Büchners Fragment aus der Perspektive der Jetztzeit kommentiert.“
Auf der Bühne der Produktion, die mit Neugierde erwartet wird, stehen u.a. Julian Sigl und Cecilia Pérez als Woyzeck und Marie, weiters Alexander Hetterle, Christian Higer und Daniel Klausner. Premiere ist am Samstag, 28. Februar, im Linzer Schauspielhaus.
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