Zuvor „völlig gesund“
Kleinkind nach Corona-Infektion „wie versteinert“
Eine unbemerkte Corona-Infektion hat dazu geführt, dass ein zuvor offenbar gesundes Kleinkind aus England nun „wie versteinert“ ist. Die Viruserkrankung führte bei Lettie zu einer seltenen Hirnerkrankung. Nun kann sich das 22 Monate alte Mädchen kaum bewegen. „Am Tag zuvor war sie noch völlig gesund gewesen und hatte sogar zum ersten Mal ,Ich liebe dich‘ gesagt“, so der geschockte Vater.
Die kleine Lettie war 17 Monate alt, als ihr junges Leben plötzlich auf dem Spiel stand. Das Mädchen aus Fleetwood in Lancashire hatte zuvor keinerlei Anzeichen für eine Krankheit gezeigt, als sie eines Morgens das Frühstück verweigerte. Aber ansonsten sei sie ganz die Alte gewesen, schilderten die Eltern Jack und Zuzanna den Tag, als das Leben der Familie plötzlich eine dramatische Wendung nahm, gegenüber der britischen Zeitung „Mirror“.
Eltern bestanden auf weitere Untersuchungen
Als die Kleine erbrach, blass wurde und schwer atmete, riefen die Eltern einen Krankenwagen. Die Ärzte im Krankenhaus vermuteten einen Fieberkrampf. Doch die Familie bestand auf weitere Untersuchungen, weil sie bemerkten, dass sich die Haut von Lettie lila und fleckig verfärbt hatte.
Ärzte gaben Lettie 50-prozentige Überlebenschance
Schließlich wurde festgestellt, dass das Kleinkind an einer asymptomatischen Corona-Infektion erkrankt war. Diese hatte noch eine schlimmere Krankheit ausgelöst: Das Mädchen litt zusätzlich an einer akute nekrotisierende Enzephalopathie, die zu einem raschen neurologischen Abbau führt. Die Ärzte mussten den Eltern mitteilen, dass ihre Tochter nur eine 50-prozentige Überlebenschance hatte.
Letties Mutter bemerkte schon vor der Schockdiagnose, dass es sich um eine ernsthafte Sache handeln könnte: „Es ist unglaublich, wie stark die Mutterintuition ist, denn nicht lange danach erstarrte Lettie. Am besten lässt es sich so beschreiben: Ihr kleiner Körper wurde zu Stein – sie war wach und weinte, aber wie gelähmt“, schildert Vater Jack den Moment im Spital.
Immunsystem reagierte nach Infektion über
Durch die Krankheit wurden Hirnstamm, die Basalganglien und das Kleinhirn von Lettie geschädigt. „Nicht Corona selbst hat den Schaden verursacht, sondern ihr Immunsystem, das überreagierte und sich gegen sich selbst richtete. Wir hatten absolut keine Ahnung, dass sie Corona hatte – am Tag zuvor war sie noch völlig gesund gewesen und hatte sogar zum ersten Mal ,Ich liebe dich‘ gesagt“, so der Vater.
Die Hirnerkrankung kommt selten vor. Lettie musste zunächst beatmet und musste mehr als 100 Tage im Krankenhaus verbringen. Nun können sich ihre Eltern Zuhause um sie kümmern – mit Physiotherapie, Ergotherapie sowie Sprachtherapie wird versucht, einige der verlorenen Funktionen wiederzuerlangen. Es gibt schon kleine Erfolge: Das Mädchen ist zwar noch bettlägrig und kann sich nicht selbstständig bewegen, kann aber schon Gegenstände halten und sogar wieder „Mama“ und „Papa“ sagen.
Eltern wollen Bewusstsein schärfen
„Sie zeigt uns jeden Tag, dass sie eine kleine Kämpferin ist, und wir glauben, dass sie viel erreichen kann. Unser Ziel ist es nun, das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen – und dafür, wie gefährlich und plötzlich sie auftritt, wie schnell sie das Leben verändern oder sogar fordern kann“, erklärte Vater Jack.









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