Polizei warnt

100.000 Euro Schaden: Mann fiel auf Betrüger rein

Steiermark
27.02.2026 10:46
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Ein 70-jähriger Steirer wurde zum Opfer von Betrügern: Eine angeblich abgelaufene „FinanzOnline“-Registrierung wurde ihm zum Verhängnis. Der entstandene Schaden für den Pensionisten aus Leoben beläuft sich auf knapp 100.000 Euro. Die Polizei warnt nun erneut vor Nachrichten dieser Art.

In Leoben wurde einem 70-jährigen Mann eine E-Mail, die über den angeblichen Ablauf seiner „Finanz-Online“-Daten informierte, zum Verhängnis. Ein Link in der Mail führte den Pensionisten auf eine täuschend echt aussehende Webseite, auf der persönliche Daten wie etwa Kontoinformationen einzugeben waren. Tatsächlich handelte es sich dabei aber um eine betrügerische „Phishing-Seite“, mit der es Kriminelle auf Kontakt- und Bankdaten ihrer Opfer abgesehen haben. 

Mehrere Überweisungen getätigt
Nur wenige Tage später wurde der 70-Jährige von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter kontaktiert, um angeblich widerrechtliche Zugriffe auf sein Konto zu stornieren. Bei dem Anruf dürfte es sich jedoch um einen sogenannten Spoofing-Anruf gehandelt haben, bei dem Betrüger ihre eigene Rufnummer verschleiern. 

Im Gespräch zwischen dem Pensionisten und dem angeblichen Bankmitarbeiter, das mehr als eineinhalb Stunden dauerte, überzeugte der Betrüger sein Opfer schließlich, Push-Nachrichten in seiner Bank-App zu bestätigen. Wie sich aber später herausstellte, handelte es sich dabei um die Freigabe eines höheren Überweisungslimits. Durch zwei in der Folge durchgeführte Überweisungen auf unterschiedliche Konten entstand ein finanzieller Schaden von knapp 100.000 Euro für den 70-Jährigen.

Polizei und Finanzministerium warnen
Die Ehefrau des Mannes kontaktierte noch während des Telefonats die eigentliche Betreuerin der Bank. Diese wies die Pensionistin an, sämtliche Überweisungen sofort zu stoppen und keine Freigaben mehr zu tätigen. Das betroffene Bankkonto wurde zudem sofort gesperrt. Daraufhin erstattete der 70-Jährige Anzeige bei der Polizei. Der Kriminaldienst der Polizei Leoben ermittelt nun gegen vorerst unbekannte Täter.

Die Polizei warnt unterdessen erneut vor derartigen Betrugsmaschen, die oftmals über SMS oder E-Mails in Umlauf gebracht werden. Dabei wird stets vor einem angeblichen Ablauf der Registrierung für „FinanzOnline“ gewarnt. Das Finanzministerium betont, dass es niemals Nachrichten mit Links zur Übermittlung von persönlichen Daten versendet. Sollte durch eine derartige Situation ein finanzieller Schaden entstehen, sollten Betroffene Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion erstatten.

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