Das Kuratorium der Salzburger Festspiele tritt am Donnerstag, 26. Februar, in der „Causa prima“ rund um den angezählten Intendanten Markus Hinterhäuser zusammen. Folgt nach der Gelben Karte die Rote? Hier sind einige mögliche Szenarien, wie der unschöne Krimi enden könnte.
Das Kuratorium der Salzburger Festspiele ist, wie berichtet, verstimmt. Besonders Landeshauptfrau Karoline Edtstadler fühlt sich von Intendant Markus Hinterhäuser schwer gefoult und zückte als oberste Vertreterin des Landes Salzburg im Gremium die Gelbe Karte.
Zu Recht, sagen die einen: Habe sich Hinterhäuser doch nach dem Chaos rund um die von ihm geholte und gleich wieder gefeuerte Marina Davydova nicht an die Vereinbarung gehalten, die Suche nach einer neuen Festival-Schauspielleitung transparent zu gestalten.
Zu Unrecht, sagen die anderen: Habe der Intendant doch uneingeschränkt freie Hand in künstlerischen Belangen – ganz im Sinne des langjährigen Festspiel-Zampanos Herbert von Karajan: „Entweder so, wie ich es sage, oder ich gehe“. Ein Memorandum 60 österreichischer Künstler, die das Kuratorium aufforderten, „von jeder Einmischung in künstlerische Fragen Abstand zu nehmen“, gießt vor der heutigen Sitzung des siebenköpfigen Kuratoriums zusätzlich Öl ins Feuer.
Neben Baustellen – wie etwa die Sanierung und Erweiterung der Festspielhäuser – steht die „Causa Hinterhäuser“ ganz oben auf der Tagesordnung. Wie kann der Showdown ausgehen? Denkbare Szenarien sind:
1) Hinterhäuser bekommt einen Rüffel, das Kuratorium akzeptiert jedoch dessen Wunschkandidat für die Schauspielleitung, etwa seine favorisierte Ex-Burgchefin Karin Bergmann.
2) Man einigt sich auf einen (Kompromiss-)Kandidaten und verhindert so einen beiderseitigen Gesichtsverlust.
3) Das Kuratorium zückt die Rote Karte bzw. Hinterhäuser „haut hin“ – was jedenfalls die schlechteste Option wäre: Eine unnötige Machtspielentgleisung samt Imagedebakel und künstlerischem Super-GAU nur wenige Monate vor Festspielstart.
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