„Krone“-Kolumne

Nein von Teamchef Ralf Rangnick brachte nur Sieger

Fußball International
26.02.2026 06:00

Dass er mit dem FC Bayern Titel jagen darf, hat Bayerns Trainer Vincent Kompany in gewisser Weise auch ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zu verdanken. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Florian Gröger ...

1998 hieß es „Flasche leer“. Eine Wutrede. 3:21 Minuten – die den damaligen Bayern-Coach Giovanni Trapattoni unsterblich machten. Jetzt folgte in München die Abrechnung mit Rassismus im Sport. Ähnlich spannend, aber viel wichtiger. 11:54 Minuten. In denen Vincent Kompany nicht nur das Verhalten von Benficas Jose Mourinho nach dem Vorfall um Real-Star Vinicius junior kritisierte. Und gestand: „Mein Traum wäre eine Welt, in der nach so einer Aktion Platz für eine Entschuldigung ist. Aber es gibt nur Schwarz und Weiß, extreme Ansichten.“ Seine persönlichen Erlebnisse mit Rassismus als Spieler und die Argumentation mit Inhalten statt Emotionen machten den spontanen Monolog zum Renner in den Sozialen Medien.

Ein Leader
Der Belgier ging immer schon voran, führte Manchester City zu vier Meistertiteln, war beim irren 3:2 samt Tor von Sergio Agüero in der Nachspielzeit gegen die Queens Park Rangers Kapitän – das war 2012 Citys erster Titel seit 1968.

Vom ManCity-Kapitän ...
... zum Bayern-Trainer

Dass Kompany überhaupt das Kommando an der Säbener Straße hat, ist auch Ralf Rangick zu verdanken. Der 2024 – ebenso wie Xabi Alonso, Roger Schmidt und Julian Nagelsmann – absagte. Acht Trainer in sieben Jahren, das öffentliche Nachtreten des unberechenbaren Uli Hoeneß gegen Thomas Tuchel – das Interesse am Job beim Rekordmeister schwand damals spürbar.

Mit seinen Aussagen gegen Thomas Tuchel dürfte Uli Hoeneß Trainerposten an der Säbener Straße ...
Mit seinen Aussagen gegen Thomas Tuchel dürfte Uli Hoeneß Trainerposten an der Säbener Straße nicht gerade attraktiver gemacht haben.(Bild: GEPA)

Von Armutszeugnis und Notlösung war bei der Verpflichtung von Kompany, für den man 12 Millionen Euro Ablöse an Burnley zahlte, zu lesen. Heute ist er der erste Trainer seit Pep Guardiola, der länger als 20 Monate in München überleben wird. Weil er viele große Egos unter einen Hut bringt, mit hoch stehender Abwehrlinie (im Schnitt über 43 Meter vor dem eigenen Tor) und intensivem Gegenpressing Erfolg hat. Mit einem Sieg gegen Dortmund am Samstag wäre der nächste Meistertitel fast fix. Während Österreich unter Rangnick der ersten WM-Teilnahme seit 1998 entgegenfiebert – so brachte sein damaliges Nein zu den Bayern nur Sieger.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

KMM
Top 3
Kostenlose Spiele

Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung