Langzeitstudie zeigt:

Den Fischen wird es in heimischen Flüssen zu warm

Oberösterreich
25.02.2026 13:53

Alle, die gerne im Fluss baden, finden die Nachricht vielleicht nicht so tragisch. Ökologisch sind die Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Langzeitstudie aber alarmierend: Innerhalb von 40 Jahren haben sich die Flüsse in Oberösterreich infolge des Klimawandels um durchschnittlich zwei Grad erwärmt.

Nach den kalten Wintermonaten klingen angenehm warme Temperaturen beim Flussbaden verlockend. Doch Umweltlandesrat Stefan Kaineder warnt: „Was für viele nach nur ein paar Grad klingt, ist für die Gewässer eine massive Belastung.“ Der Grün-Politiker veröffentlichte am Mittwoch gemeinsam mit Expertinnen und Experten eine Studie, mit der die langfristige Entwicklung der Wassertemperaturen in heimischen Fließgewässern untersucht wurde – und zwar auf Basis von Messdaten von 61 Pegelstationen im Zeitraum 1984 bis 2023.

Krems und Feldaist am stärksten erwärmt
Die Ergebnisse lassen bei Ökologen die Alarmglocken schrillen: Im Durchschnitt ist die Wassertemperatur in diesem Zeitraum um etwa 1,9 Grad gestiegen. Besonders betroffen sind laut Studie das Alpenvorland sowie das Mühlviertel. Traurige Spitzenreiter in diesem Zusammenhang sind die Krems bei Kremsmünster (+3,86 Grad) und die Feldaist in Kefermarkt (+3,26 Grad). Innerhalb von nur 29 Jahren wurde die Enknach um ganze 3,19 Grad wärmer.

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Die Studie belegt, dass die Investitionen in die Gewässerökologie und die Anstrengungen zur Renaturierung notwendig und wichtig sind.

Daniela König, Direktion Umwelt- und Wasserwirtschaft 

Bachforelle und Äsche leiden
Betroffen sind von der Erwärmung der Gewässer in erster Linie die Fische. Bachforelle und Äsche etwa sind auf niedrige Temperaturen und hohe Sauerstoffgehalte angewiesen. Langfristig würden sich Verschiebungen der Fischregionen zeigen, sagt Kaineder. „Die Zahlen stehen für Hitzedruck in den Gewässern, für weniger Sauerstoff im Wasser und dafür, dass vertraute Arten verschwinden können.“

Weitere Erwärmung prognostiziert
Dazu kommt, dass der Trend fortsetzen dürfte. Laut Studie ist aus heutiger Sicht mit einer weiteren Erwärmung von rund 1,2 Grad bis 2050 zu rechnen. Daniela König von der Direktion Umwelt- und Wasserwirtschaft beim Land OÖ, sieht Handlungsbedarf: Beschattung durch Ufervegetation, strukturelle Verbesserungen zur Schaffung kühler Rückzugsräume, die Förderung des Austausches mit kühlerem Grundwasser und die Wiederherstellung der Durchgängigkeit.

 

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