Ein druckfrischer Fall

„durstIG“ – ein Krimi für den St. Andräer Zicksee

Burgenland
27.02.2026 13:09

Martin Franz Neuberger aus St. Andrä am Zicksee ist ehemaliger Lehrer. Deutsch- und Geografielehrer genauer gesagt. Er hat schon etliche Bücher geschrieben, alle in seinem eigenen Stil. Neuestes Kind ist „durstIG“ – der zweite Zickseekrimi seiner Karriere. 

Darin geht es um die Rettung des Zicksees beziehungsweise um die Aufklärung, warum die Sache rund um das Naturjuwel jetzt so präker ist, wie sie eben ist. 2022 trocknete der Zicksee komplett aus und droht seither für immer zu verschwinden. Die einzig wirkliche Rettung wäre das Grundwasser wieder anzuheben, denn auch der Zicksee braucht, wie alle Lacken im Seewinkel und am Heideboden die Verbindung zum Grundwasser, um sein Wasser halten zu können. 

„Es heißt immer einzig und allein der Klimawandel und die Landwirtschaft seien schuld daran, dass die Lacken und auch der Zicksee austrocknen“, meint Martin Franz Neuberger. „Das ist aber nicht so. Seit meiner Kindheit bin ich damit konfrontiert, wie man innerhalb weniger Jahrzehnte ein Gebiet, das Wasser im Überfluss hatte, zu einer Gegend extremer Wasserknappheit machte. Es wurde massiv in das Ökosystem eingegriffen und trotzdem hält man blindlings an der Erzählung fest, dass das alles natürlich sei und nur durch die landwirtschaftliche Bewässerung verschärft würde. Aber das ist für mich als Geografielehrer und Landwirten so einfach nicht mehr hinnehmbar“, so der Schriftsteller. 

Deshalb kam ihm die Idee die Thematik in einen Krimi zu verpacken und auch viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Wasser, Grundwasserspiegel und Zicksee dort einfließen zu lassen. 

Fünf Pranger, fünf Puppen und fünf Entführungen
In der fiktiven Handlung des Krimis geht es darum, dass in den späten 2030ern eine Abstimmung für Maßnahmen zur Rettung des Zicksees negativ ausgegangen ist. Dann beginnen die Entführungen. Besser gesagt findet man in fünf Gemeinden mit Pranger – darunter auch Potzneusiedl und Breitenbrunn – jeweils eine Puppe an das mittelalterliche Strafinstrument gefesselt. Erst danach bemerkt man, dass jemand entführt wurde. Die Personen haben auch alle etwas mit der Entscheidung gegen die Rettung des Zicksees zu tun. Aber kann der Täter eine neue Abstimmung erzwingen? Oder wird er vorher gefasst? Und was hat das jetzt mit dem Zicksee eigentlich wirklich auf sich? Wer neugierig geworden ist: „durstIG“ – der Krimi für den Zicksee ist in der Edition Egermann erschienen, kostet 19,80 Euro und ist im Lesekistl in Gols, bei Knotzer, über den Verlag und den Autor selbst unter mfneu.com erhältlich. 

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen. Aber seien Sie vorbereitet: „durstIG“ kommt – wie alle Bücher von Franz Martin Neuberger –  ohne Groß- und Kleinschreibung und auch ohne Satzzeichen aus. „Dinge, die die deutsche Sprache nicht wirklich braucht und die meinen Schülern oft genug das Leben schwer gemacht haben“, schmunzelt Neuberger. „Damals konnte ich nichts dagegen machen. In meinen Büchern geht das aber. Und bis dato hat es sich bewährt.“ 

Offiziell präsentiert wird „durstIG“ am 13. März um 18 Uhr bei „Alles Apfel“ in St. Andrä am Zicksee und am 26. April um 15 Uhr im Schloss Potzneusiedl. 

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