Gemeindebund

Drei Bewerber um die Radakovits-Nachfolge

Burgenland
27.02.2026 18:50

Neben Markus Ulram und Johannes Mezgolits gibt es noch einen Überraschungskandidaten für die Entscheidung am 6. März.

Eine Ära geht zu Ende, wenn Leo Radakovits in einer Woche nach fast 23 Jahren das Amt des Gemeindebund-Präsidenten an seinen Nachfolger übergibt. Zwei Kandidaten haben sich schon vor längerer Zeit in Position gebracht: Johannes Mezgolits, Bürgermeister von Donnerskirchen, und der frühere ÖVP-Klubobmann und Bürgermeister von Halbturn, Markus Ulram. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist, gab dann auch noch Martin Karall, Bürgermeister von Großwarasdorf, sein Antreten bekannt.

Ulram ist Wunschkandidat.
Ulram ist Wunschkandidat.(Bild: Ronald Fenk)

Wunschkandidat
Die Wahl könnte damit spannend werden: Ulram hat einen Startvorteil, weil er vom Landesvorstand des Gemeindebundes einstimmig als Wunschkandidat nominiert wurde. Zudem hat der frühere Klubobmann und nunmehrige Landtagsabgeordnete den direkten Draht ins Landhaus. Auch er selbst betont, dass er seine Kontakte und sein Netzwerk für das Wohl der Gemeinden nutzen will. Die Serviceleistung für die Kommunen will er ausbauen und sich besonders auf das drängendste Problem fokussieren: Die Eigenständigkeit und Leistungsfähigkeit der Gemeinden trotz angespannter Budgets und sinkender Einnahmen erhalten. „Jede Gemeinde soll die gesetzlichen Aufgaben erfüllen und notwendige Investitionen tätigen können. Das muss unser aller Ziel sein.“

Mezgolits verspricht mehr Tempo.
Mezgolits verspricht mehr Tempo.(Bild: zVg)

Temporeich
„Service, Service, Service“, lautet das Motto von Mezgolits. Er will den Gemeindebund „wieder“ zur ersten Anlaufstelle für alle engagierten Bürgermeister und Gemeinderäte machen – und das so rasch wie möglich. „Die Gemeinden stehen vor enormen Herausforderungen finanzieller und personeller Natur. Daher braucht es eine kompetente Anlaufstelle, die die Sorgen und Ängste der Gemeinden ernst nimmt und mit Beratung täglich zur Seite steht“, so Mezgolits. Weiters verspricht er eine „1-2-3-Garantie“: Alle Mails an den Gemeindebund sollen innerhalb eines Tages beantwortet werden. Innerhalb von zwei Tagen soll es einen konkreten Lösungsvorschlag geben und innerhalb von drei Tagen – wenn notwendig – einen Gesprächstermin.

Karall will frischen Wind bringen
Karall will frischen Wind bringen(Bild: zVg)

Frischer Wind
Karall will unterdessen „frischen Wind“ und „neue Gesichter“ in die ÖVP-Organisation bringen. Radakovits zollt er Respekt für dessen Arbeit. Karall will mit seiner langen Erfahrung in der Gemeindepolitik, aber auch in der Wirtschaft, punkten. Mit dieser „Sicht von extern“ will er die Kommunen zukunftsfit für künftige Herausforderungen machen. Da er „unbedarft“ sei, habe er auch einen anderen Gesprächszugang. Als einziger Kandidat, der nicht aus dem Norden kommt, will er dafür Sorge tragen, dass kein Landesteil vernachlässigt wird. Und: Er werde „die Funktion nicht um der Funktion willen machen.“

Die Wahl des neuen Präsidenten erfolgt am 6. März in Raiding. 272 Delegierte werden dann mit einfacher Mehrheit entscheiden. 

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