Das Mutterland des Fußballs ruft! Und trotzdem bleibt Sanel jener "Cooljic", der er auch vorm gegnerischen Tor ist. Ruhig, gelassen, abgeklärt. "Ich lass mich doch von Gerüchten nicht verrückt machen, zumal ich bisher nichts wirklich Konkretes gehört habe", lächelt der 28-Jährige und meint fragend: "Außerdem, welcher Österreicher ist schon jemals nach England transferiert worden?"
Na, zum Beispiel ein Emanuel Pogatetz und Paul Scharner. "Ja, aber die hatten schon zuvor im Ausland gespielt", antwortet der Ried-"Bomber", der trocken erklärt: "Entweder klappt es mit einem Wechsel bis zum Trainingsauftakt am Samstag, oder ich bleibe zumindest bis Sommer in Ried. Denn sobald die Vorbereitung begonnen hat, will ich mich nur auf eine Sache konzentrieren."
Kuljic bleibt vorsichtig
Ob er aber denn gar nicht jenen Traum hat, den fast jeder Fußball-Profi träumt? "Natürlich, aber ich bin Realist", sagt jener Mann, der für Ried im letzten Frühjahr 25 Tore in der Red Zac- und im Herbst neun in der T-Mobile-Liga erzielt hat. Nachsatz: "Wenn ich höre, dass etwa Fulham einen Stürmer sucht und gleichzeitig weiß, dass der norwegische Ex-Teamstürmer Tore Andre Flo beim LASK im Gespräch ist, würde ich - wäre ich der Präsident von Fulham - eher den Flo als den Kuljic holen. Was aber nichts daran ändert, dass ich mir England sportlich zutrauen würde.
Von Georg Leblhuber
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